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Christstollen

Das weihnachtliche Gebäck ist in Mitteldeutschland schon seit dem Jahr 1329 bekannt, und zwar in Naumburg. Dort sollen die Bäcker von ihrem Bischof ein Zunftprivileg erhalten haben. Als Dank bekam der Bischof jedes Jahr zwei Stollen. 1474 ist der Stollen erstmals urkundlich als Christbrot erwähnt worden und gilt seitdem als lukratives Handelsobjekt.

Die Bezeichnungen Christ- und Weihnachtsstollen haben sich erst entwickelt, als man ihn bewusst mit dem Weihnachtsfest in Verbindung setzte. Über die Form und die weiße Bepuderung des Stollens wurden Vermutungen angestellt. Lange wurde der Christstollen für eine Nachbildung des Jesuskindes gehalten. Der weiße Zuckerguss wurde als Windel interpretiert.

Das weihnachtszeitliche Gebäck ist in Sachsen schon für das Jahr 1329 belegt, und zwar in Naumburg. Denn in Naumburg sollen die Bäcker von ihrem Bischof ein Zunftprivileg erhalten haben. Aus Dank erhielt der Bischof, genauso wie seine Nachfolger, jedes Jahr zwei Stollen. 1474 ist der Stollen erstmals urkundlich als Christbrot erwähnt worden und galt schon damals als lukratives Handelsobjekt. Die Bezeichnungen Christbrot, Christstollen sowie Weihnachtsstollen haben sich erst entwickelt, als man den Stollen bewusst mit dem Weihnachtsfest in Verbindung setzte. Andere regional abhängige Bezeichnungen lauteten Schnittchen, Striezel oder Birnenwecken. Das Brot breitete sich schnell im ganzen Land aus.

Verschiedene Varianten des Stollens haben sich entwickelt, und zwar der Rosinen-, Mandel- oder Mohnstollen. Die bekannteste Form dieses Weihnachtsgebäcks stammt aus Dresden. Der Dresdener Stollen wird mit Rosinen, Mandeln und Marzipan zubereitet.

Über die Form und die weiße Bepuderung des Stollens wurden Vermutungen angestellt. So wurde unter anderem angenommen , dass es sich bei dem Christstollen um eine Nachbildung des Christkindes handele, wobei der weiße Zuckerguss die Windel darstellen soll.

Manche Forscher vermuten den Ursprung des Stollen in der vorchristlichen Zeit, was allerdings nur schwer nachzuweisen ist. Dennoch gibt es die Annahme, dass damals Stollen für die Rauhnächte gebacken wurden, und zwar genau 103 Brote, um die Seelen der Verstorbenen zu bewirten. Als Lohn gebührte einem Glück. Da die Toten die Brote jedoch nicht selbst essen konnten, wurden sie nach dem Ritual von den Menschen verspeist. Später sind die Stollen ohne vorheriges Opferritual gegessen worden.

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Publikationsdatum dieser Seite: 04.04.2014 12:24