Strohhalmlegen
Bei dem heute kaum noch beobachtbaren Brauch durfte ein Kind die Krippe mit einem Halm befüllen, wenn es eine gute Tat vollbracht hatte. Dafür wurde die Krippe schon am 1. Adventssonntag aufgestellt, zu diesem Zeitpunkt aber noch vollständig leer. Als gute Tat zählte zum Beispiel, wenn sich Mädchen und Jungen ohne Aufforderung am Haushalt beteiligten oder gute schulische Leistungen vorzeigen konnten. Besonders gut hatten die Sprösslinge ihre Aufgabe erledigt, wenn sie es schafften, dass die Krippenfiguren zum Weihnachtsfest im Stroh fast versanken. Der Brauch wurde auch "Krippe füllen" genannt.

