Heiland
Martin Luther hat in seiner Bibelübersetzung das lateinische Wort "salvator" bzw. das griechische Wort "sotèr" mit "Heiland" (von althochdeutsch heilen, retten) wiedergegeben. Im Neuen Testament kennzeichnet der Begriff Jesus als Bringer von Heil, Hilfe und Rettung. Im Alten Testament, wie auch in Lukas 1,47, wird Gott als "Heiland" bezeichnet. In den Evangelien kommt das Wort "sotér", übersetzt als Heiland, nur fünf Mal vor (Lukas 1,47; Lukas 2,11; Lukas 2,30; Lukas 3,6; Johannes 4,42).
Umso häufiger finden wir den "Heiland" in den Advents- und Weihnachtsliedern des Evangelischen Gesangbuches (EG). Viele dieser Lieder stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Damals wurde unter dem Einfluss des Pietismus das Wort "Heiland" sehr oft benutzt.
EG 1, Macht hoch die Tür, Strophen 1 und 5
EG 4, Nun komm, der Heiden Heiland
EG 7, O Heiland, reiß die Himmel auf
EG 24, Vom Himmel hoch, da komm ich her, Strophe 3
EG 37, Ich steh an deiner Krippen hier, Strophe 9
EG 48, Kommet ihr Hirten, Strophe 1
Das griechische Wort "sotèr" wird schon in der Antike als Ehrentitel für verschiedene Götter, aber auch für politische Herrscher, Ärzte und Philosophen gebraucht. Für das Neue Testament sind Heil und Rettung umfassend und endgültig durch Jesus zu den Menschen und in die Welt gekommen.
Autor: EKD

