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Stern von Betlehem

In seinem Bericht von der Geburt Jesu Christi erzählt der Evangelist Matthäus von Weisen aus dem Morgenland, die einem Stern folgten, bis sie nach Bethlehem kamen. "Der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war." (Matthäus 2,9)

Häufig als Komet dargestellt, fand der Stern von Bethlehem Eingang in viele Bilder zur Weihnachtsgeschichte. Strohsterne am Weihnachtsbaum symbolisieren, dass das kleine Kind in der Krippe für Christen die Hoffnung in der Welt ist. Welches astronomische Phänomen die drei Weisen tatsächlich beobachtet haben, ist bis heute nicht ganz klar.

Die Weihnachtsgeschichte ist im Bericht des Evangelisten Matthäus (Kap. 2,1-12) fest mit der Schilderung des Sterns von Bethlehem verbunden. Drei Sterndeuter, sicherlich keine Könige, folgten einer besonderen Himmelserscheinung, die sie als Zeichen für die Geburt eines neuen Königs deuteten. Sie kamen nach Jerusalem und erkundigten sich bei König Herodes. Samt seiner gesamten Führung erschrak Herodes. Sie sahen die Vorhersagen des Alten Testaments erfüllt: "Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs das kleinste unter den Städten in Juda; aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll." (Micha 5,1) Die drei Weisen gingen nach Bethlehem und fanden den neugeborenen Jesus, fielen nieder und beteten das Kind an.

Auf vielen Gemälden ist der Stern von Bethlehem als Komet dargestellt. Ein solcher Schweifstern kann eine imposante Erscheinung am nächtlichen Himmel sein. Doch gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg, dass vor rund 2.000 Jahren ein heller Komet am Himmel des Nahen Osten zu sehen war.

Der Astronom Johannes Kepler (1571-1630) lieferte eine andere Erklärung. Er beobachtete in den Jahren 1604 und 1605, wie die Planeten Saturn und Jupiter sehr dicht beieinander standen. Er berechnete, dass diese seltene Konstellation auch im Jahr 7 vor unserer Zeitrechnung auftrat. Die beiden Planeten sind schon alleine helle Erscheinungen. Wenn sie fast an der gleichen Stelle stehen, ergibt sich ein "neuer heller Stern". Diesem Phänomen könnten die drei Weisen gefolgt sein. Jesus wäre demnach im Jahr 7 vor Christus geboren. Für diese Theorie spricht seine astrologische Deutung: Alles, was sich im Himmel abspielte, entsprach der Wirklichkeit auf der Erde. Der Planet Saturn wurde mit Israel in Verbindung gebracht, Jupiter galt als Königsstern. Die Begegnung fand im Sternbild der Fische statt, welches für Palästina stand. Für die Astrologen konnte sich daher nur die Schlussfolgerung ergeben, dass in Palästina ein neuer König geboren sei.

In der Weihnachtsdekoration weisen Strohsterne auf die besondere Bedeutung Jesu Christi für die Welt hin. Als kleines Kind auf Stroh gebettet kam der Retter auf die Welt, um später in hellem Glanz zu erstrahlen. Strohsterne bringen beides zusammen - die Geburt in Niedrigkeit und die Auferstehung in Herrlichkeit. Ein mit Strohsternen geschmückter Tannenbaum ist daher immer ein Christbaum. Neben diesen symbolischen, gibt es auch pragmatische Gründe, Sterne aus Stroh zu fertigen. Strohsterne sind einfach herzustellen. Auch Ungeübte und Kinder bringen aus Stroh ansehnliche Basteleien zustande. Zudem war Stroh zu allen Zeiten nahezu überall kostenlos zu bekommen.

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Publikationsdatum dieser Seite: 07.06.2013 12:24