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Weihnachtsbeleuchtung

Die Beleuchtung der Weihnachtsmärkte wird schon seit ihren Ursprüngen im 13. Jahrhundert praktiziert. In der dunklen Jahreszeit wächst der Wunsch nach Licht und Wärme. Die extreme Ausleuchtung wie sie gegenwärtig auf zahlreichen Großmärkten beobachtet werden kann, ist allerdings eine Entwicklung der 1990er Jahre und hängt mit Amerikanisierungs- und Kommerzialisierungstendenzen deutscher Bräuche allgemein zusammen.

Die künstliche Beleuchtung von Räumen und Plätzen ist als Reaktion auf die kalte und dunkle Jahreszeit eine traditionsreiche menschliche Handlung. Durch das Licht wird die Sicherheit gesteigert und der menschliche Aktionsrahmen - da durch visuelle Reize geprägt - beträchtlich erweitert. Die Wärme der Flamme spendet zudem Geborgenheit und verbreitet Wohlbefinden.

Im christlichen Kontext spielt das Licht seit der Genesis eine entscheidende Rolle. In der Weihnachtsgeschichte zeigt der hell leuchtende Stern den Weg zur Krippe. Die Beleuchtung der Weihnachtsmärkte ist schon seit den Ursprüngen im 13. Jahrhundert üblich. Die extreme Ausleuchtung der gegenwärtigen, zum Teil mehrwöchigen Weihnachtsmärkte geht jedoch eher auf die 1990er Jahre und den amerikanischen Einfluss auf die deutsche Brauchlandschaft zurück. Die Illumination ganzer Gebäude wurde als typisch amerikanische Erscheinung zunehmend zum Ideal weihnachtlicher Vermarktung. In der Bundesrepublik der 1970er Jahren wäre eine derartige Energieverschwendung praktisch undenkbar gewesen.

Weihnachtsbeleuchtung wird offensiv beworben und angeboten. Der Trend überleuchteter Märkte geht zunehmend auf Privathaushalte über. Die Formen - von einfachen Kerzen über klassische Lichterketten bis hin zu beleuchteten Weihnachtsmännern und Rentiernasen - werden immer vielfältiger. Unter Umständen ließe sich diesbezüglich sogar von einer schwindenden Akzeptanz für den natürlichen Jahreszeitenrhythmus sprechen oder die alltagskulturellen Wandlungen mit Säkularisierungstendenzen in Beziehung setzen. Die weitere Entwicklung wird hier Aufschluss geben.

Autor: Lars Winterberg

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Publikationsdatum dieser Seite: 09.12.2014 12:01