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Weihnachtsessen

Neben dem feierlichen Gottesdienst ist gutes Essen kennzeichnend für kirchliche Festtage. Besonders am 1.Weihnachtstag wird im Rahmen des Möglichen reichlich aufgetischt. Legendär ist die "Weihnachtsgans".

Hohe Festtage waren im Mittelalter neben der kirchlichen Feier vor allem durch das Festmahl gekennzeichnet. Besonders zu Weihnachten spielte das Festmahl mit reichlichem und gutem Essen ein große Rolle So wurde in Norddeutschland Heiligabend auch "Vollbauchabend" genannt. Noch heute ist die "Völlerei" charakteristisch für das Weihnachtsfest und Ärzte haben in dieser Zeit häufiger von verdorbenen Mägen zu berichten. Begünstigt wurde das traditionsreiche, übermäßige Essen durch das im November einsetzende Herbstschlachten der seit Frühjahr gemästeten Schweine. So bildete Weihnachten, nach der Zeit mit den knapp werdenden Schlachtvorräten des Frühjahrs nicht nur den kulinarischen Höhepunkt, sondern auch den Abschluss der Fastenzeit des Advents.

Schwein haben

Die Redewendung "Schwein haben" verwenden wir auch heute im Sinne von Freude und Glück haben. Gewisse Verankerungen der weihnachtlichen Genüsse im Volksglauben, wie "Wer Weihnachten gut isst, dem geht es das ganze Jahr hindurch gut" oder umgekehrt, "Wer zu Weihnachten hungrig bleibt, muss das ganze Jahr Hunger leiden", ließen selbst die Armen in ihrem Rahmen an diesem Tag Besonderes auftischen.

In der Regel begann das Festtagsessen vor allem in den katholischen Regionen erst mit dem Frühstück am ersten Feiertag. Dieses wurde nach der Rückkehr vom Kirchgang gereicht. Da der 24. Dezember ein strenger Fastentag war, war das besonders geartete Essen ein doppelter Genuss.

Die traditionellen Speisen zu Weihnachten sind regional sehr unterschiedlich. Zwischen dem typischen Schweine- und Gänsebraten sowie dem Weihnachtskarpfen gibt es unzählige andere Gerichte, die wiederum in den einzelnen Familientraditionen variieren.

Autorin: Marta Augustynek

Weihnachtsstern
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Publikationsdatum dieser Seite: 04.11.2014 17:52