Beauftragter für Umweltfragen des Rates der EKD
Beauftragte sollen dem Rat behilflich sein, "die kirchliche Präsenz in Bereich zu verstärken, die generell und aktuell besonders dringlich intensiver kirchlicher Begleitung bedürfen. Die Beauftragten stehen den Menschen in diesen Bereichen als Gesprächspartner zur Verfügung und fördern in Kirche und Gesellschaft das Verständnis für ihre Belange."
(Beschluß des Rates der EKD vom 20./21.2.1998)
Der Beauftragte für Umweltfragen nimmt diese Aufgabe im Umweltbereich
http://www.ekd.de/ekd_kirchen/rat/diefenbacher.html
Schwerte, 10.05.2013 | Kirchliche Umweltbeauftragte gegen Paprika-Patent
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) und der Beauftragte des Rates der EKD für Umweltfragen wenden sich entschieden gegen das am 8.5. erteilte Patent auf Paprika-Pflanzen. „Erneut hat das Europäische Patentamt (EPA) eine Pflanze aus herkömmlicher Zucht patentiert. Und dies, obwohl Patente auf Pflanzensorten und biologische Zuchtverfahren nicht zulässig sind,“ so Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) und Mitglied im Vorstand der AGU. Das Patent hat zudem eine große Reichweite: Vom Samen bis zur Chilischote, sogar das Wachsen und Ernten der Paprika ist im Patent geschützt.
Schwerte, 20.03.2013 | Kirchliche Umweltbeauftragte geben Empfehlung zur biologischen Vielfalt
Umweltbeauftragte der evangelischen und katholischen Kirche rufen dazu auf, dem Erhalt der biologischen Vielfalt verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken. Die neue Handreichung „Kirchen und Biodiversität“ gibt Anregungen für das kirchliche Handeln: Flächenbewirtschaftung und -pflege, Gebäudeunterhaltung, Energieversorgung und auch Maßnahmen zum Klimaschutz können zum Erhalt der Arten beitragen.
Anlässlich ihrer gemeinsamen Tagung vom 18.-20. März 2013 in Schwerte legen die Arbeitsgemeinschaften der Umweltbeauftragten der katholischen Diözesen und der evangelischen Landeskirchen zusammen mit dem Beauftragten des Rates der EKD für Umweltfragen und dem zentralen Ansprechpartner der Deutschen Bischofskonferenz für Umweltfragen eine gemeinsame Standortbestimmung der kirchlichen Umweltarbeit auf dem Gebiet der Biodiversität, des Natur- und des Artenschutzes vor.
Hannover, 05.03.2013 | Kirchliche Umweltbeauftragte gegen jetzige Zulassung von Fracking
Die Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirchen in Deutschland zeigen sich besorgt über den zwischen Bundesminister Dr. Rösler und Bundesminister Altmaier abgestimmten Vorschlag zur Zulassung des Fracking-Verfahrens in Deutschland. In dem Text heißt es: „Unterschiedliche unabhängige Gutachten kommen im Kern zu dem Ergebnis, dass das Verfahren unter der Voraussetzung eingesetzt werden kann, dass der Schutz des Trinkwassers gewährleistet ist und keine nachteiligen Umweltbeeinträchtigungen eintreten."
Hannover, Berlin und Heidelberg, 19.11.2012 | Anmerkungen zur Energiepolitik nach der Katastrophe von Fukushima
Zwei Mitglieder der Kammer für nachhaltige Entwicklung der EKD, Herr Prof. Dr. Diefenbacher und Herr Meinhold, haben unter dem Titel: „Anmerkungen zur Energiepolitik nach der Katastrophe von Fukushima“ einen Text zur Energiewende erarbeitet, in dem sie auch ausführlich auf die Thematik der Nutzung von fossilen Brennstoffen zur Energieerzeugung eingehen. Der Rat der EKD hat diesen Text positiv aufgenommen.
Der Text soll als Überblick über den Hintergrund und die derzeitigen Bedingungen der Energiewende dienen, die die Bundesrepublik Deutschland im September 2011 beschlossen hat. Der Text wurde im Juli 2012 abgeschlossen und im September 2012 noch einmal überarbeitet. Die geradezu stürmische Entwicklung der Energiepolitik macht es jedoch notwendig, den Ausführungen einige Bemerkungen zur aktuellen Diskussion im November 2012 vorauszuschicken.
Berlin, 15.10.2012 | Die EEG-Umlage muss auf mehr Schultern verteilt werden
Private Haushalte und Mittelstand entlasten, soziale Ungerechtigkeit bei der Finanzierung der Energiewende beenden
Anlässlich der heutigen Bekanntgabe der EEG-Umlagehöhe für das kommende Jahr appelliert die klima-allianz deutschland an die Bundesregierung, die wahren Kosten von Atom– und Kohlestrom zu berücksichtigen und die unnötige Privilegierung energieintensiver Unternehmen, die nicht unter internationalem Wettbewerbsdruck stehen, zu beenden.
Nicht in erster Linie die Erneuerbaren Energien treiben den Preis der EEG-Umlage – sondern die Umlage-Befreiung für mehr als tausend Unternehmen, die diese erhalten. Diese Firmen verbrauchen rund 18 Prozent des deutschen Stroms, zahlen aber nur 0,3 Prozent der Umlage für erneuerbare Energien. ....
Heidelberg, Berlin, 30.11.2011 | Der Nationale Wohlfahrtsindex – neue Werte für 2008 / 2009
Im November 2011 haben die Urheber des „Nationalen Wohlfahrtsindex“ (NWI), eine Alterna-tivrechnung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beziehungsweise zum Bruttonationaleinkommen (BNE), Ergebnisse des NWI für die Jahre 2008 und 2009 vorlegen können. Die Ergebnisse sind bemerkenswert.
Der NWI wird 2008 und 2009 durch die Finanz- und Wirtschaftskrise erheblich weniger beeinflusst als BNE und BIP. Gerade von 2008 bis 2009 ist ein erheblicher Rückgang beim BNE zu verzeichnen, während der Wohlfahrtsindex in diesem Zeitraum dagegen sogar leicht zunimmt. Die Ergebnisse des NWI für Deutschland für 2008 und 2009 zeigen zum einen, dass die Wirtschaftskrise in diesen Jahren den Konsumbereich weit weniger betroffen hat als den Bereich der Produktion. Die gegenläufige Entwicklung zum BNE lässt sich aber zu einem guten Teil auch darauf zurückführen, dass die im NWI berücksichtigten negativen externen Effekte der Produktion – der Verbrauch von Ressourcen und die Belastung der Umwelt mit Schadstoffen – durch den Rückgang der Wirtschaftsaktivitäten ebenfalls deutlich zurückgegangen sind.
Heidelberg, 15.12.2011 | Richtung Nachhaltigkeit
Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für Deutschland
Ist Deutschland auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit? Eine Arbeitsgruppe der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft/Institut für interdisziplinäre Forschung (FEST) Heidelberg hat zum dritten Mal eine Studie vorgelegt, die mit 64 Indikatoren dieser Frage nachgeht. Die Veröffentlichung versteht sich - wie schon 2004 und 2008 - als Beitrag zur Diskussion um die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik.
Magdeburg, 09.11.2011 | Beschluss der Synode zum Klimabericht für die Evangelische Kirche in Deutschland 2011
4. Tagung der 11. Synode der EKD (Magdeburg, 06. bis 09. November 2011)
Der Umweltbeauftragte des Rates der EKD hat den Klimabericht erarbeitet, den der Rat der EKD der Synode vorgelegt. Fie Synode hat den Bericht mit diesem Beschluß akzeptiert.
Magdeburg, 09.11.2011 | Beschluss zur Endlagersuche und zu weiteren Atommülltransporten nach Gorleben
4. Tagung der 11. Synode der EKD (Magdeburg, 06. bis 09. November 2011)
Auf ihrer Synodaltagung hat die EKD sich auch mit der Standortsuche für ein Atommüllendlager beschäfitgt und einen Beschluss gefasst. ...
Jülich, 26.10.2011 | „Verzicht auf Castor-Transport nach Gorleben“
Kirchliche Umweltbeauftragte sprechen sich für neue Endlagersuche aus
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der EKD (AGU) begrüßt den nunmehr erreichten Konsens, bis spätestens zum Jahre 2022 alle für die Energiegewinnung genutzten Kernkraftwerke in Deutschland abzuschalten und vom Netz zu nehmen. Es sollte jedoch intensiv geprüft werden, ob nicht ein noch früherer Ausstieg realisiert werden könne, der nach vorliegenden wissenschaftlichen Gutachten möglich wäre. Dies ist das Ergebnis der AGU-Tagung in Jülich, auf der jetzt die erneute Energiewende der Bundesregierung diskutiert wurde.
Berlin, 25.05.2011 | „Klima-Kollekte“ – ein neues Angebot für den Klimaschutz
Nikolaus Schneider eröffnet kirchlichen CO2-Kompensationsfonds
Klima-Kollekte ist ein kirchlicher Kompensationsfonds über den unvermeidbar anfallende Emissionen von Treibhausgasen ausgeglichen werden können. Der Fonds wird von den Gesellschaftern „Brot für die Welt“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft (FEST Heidelberg) und dem Nordelbischen Missionszentrum (NMZ) getragen. Ziel sei, ein lebensverträgliches Maß an Kohlendioxid-Ausstoß zu erreichen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider. Der Ausgleich der CO2-Emissionen erfolgt über Klimaschutzprojekte der beteiligten kirchlichen Organisationen oder ihrer Partner in Entwicklungsländern und Osteuropa.
Klimaschutz in Kirchen
vom christlichen Auftrag zur Praxis
Der Klimawandel darf uns nicht kalt lassen. Von der weltweiten Staatengemeinschaft erwarten wir globale und tragfähige Lösungen. Aber nachdem bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen das notwendige Ziel nicht erreicht wurde, kommt es darauf an, dass wir alle unsere Kräfte bündeln und dass der Funke überspringt - durch das, was wir tun und wie wir es tun.
Kirchen und Religionsgemeinschaften haben Gewicht und Stimme, sie verfügen über wirksame Netzwerke und über Strukturen, die wir so dringend benötigen. Sie können Beispiel gebend sein, wenn es darum geht, Verantwortung wahrzunehmen, Lebensstile zu hinterfragen, ein neues Bewusstsein zu schaffen und Gewohnheiten zu verändern. ...
Hannover / Heidelberg, 07.09.2010 | Am Ausstieg aus der Kernenergie festhalten
Ohne Not will die Bundesregierung nun tatsächlich, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, die 2001 unter großen Mühen gefundene Konsensvereinbarung zum Atomausstieg rückgängig machen. Die Diskussion der letzten Monate drehte sich jedoch weniger um die Zukunftsfähigkeit unterschiedlicher Energiekonzepte sondern vorrangig um die Aufteilung der Gewinne, die durch eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke zu erzielen sind. Die Debatte ist so in Gefahr, an zwei wesentlichen Punkten der Auseinandersetzung um das Für und Wider der Kernkraft vorbeizugehen. ...
Heidelberg, 31.07.2009 | Zur Ermittlung und Kompensation der CO2-Emissionen bei (Synodal)-Tagungen
- Eine Arbeitsanleitung -
Der Klimawandel ist ein globales Umweltproblem, zu dem wir alle beitragen. Treibhausgase schädigen das Klima unabhängig davon, wo sie entstehen. Fu¨r den Klimaschutz ist es daher unerheblich, wo die Emissionen eingespart werden: Emissionen an einem Ort ko¨nnen durch Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort ausgeglichen werden. Selbstverständlich ist der beste Weg, das Klima zu schützen, die Vermeidung von CO2-Emissionen. Doch ein noch so „klimafreundliches“ Verhalten kann nicht alle
CO2-Emissionen vermeiden, solange man die betreffende Aktivität nicht komplett einstellt.
Im Laufe des Jahres 2007 entstand daher die Überlegung, die Tagung der EKD-Synode im November 2007 erstmals möglichst „klimafreundlich“ durchzuführen, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Bemühungen bezogen sich dabei von vornherein unter anderem auf die Kompensation der aufgrund der Tagung anfallenden CO2-Emissionen. Nachdem der erste „Testlauf“ positiv bewertet wurde, wurden auch die
CO2-Emissionen der EKD-Synodaltagung in Bremen im November 2008 kompensiert; die beiden Tagungen der EKD-Synode im Jahr 2009 (Würzburg und Ulm) sollen ebenfalls einbezogen werden.
Ammersbek, 13.04.2010 | Biopatente in Europa neu regulieren
Presseerklärung
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche in Deutschland (AGU) und der Umweltbeauftragte des Rates der EKD, Prof. Dr. Hans Diefenbacher, fordern eine schnelle und konsequente Revision der Biopatent-Richtlinie der EU. Die kirchlichen Umweltexperten beschäftigten sich anlässlich ihrer Frühjahrskonferenz mit der Patentierung von Nutztieren und –pflanzen. Dabei stellten sie fest, dass die ursprüngliche Motivation des Patentsystems, nämlich der Schutz einer technischen Erfindung, um den Erfinder zu honorieren, bei Biopatenten nicht mehr gegeben ist. Längst geht es um die Kontrolle des Saatgut- und Lebensmittelmarktes. ...
Heidelberg, 12.01.2010 | Zur Ermittlung der CO2-Emissionen in den Landeskirchen
- Arbeitsanleitung (Endfassung) -
Bei der 7. Tagung der 10. Synode der EKD wurde im November 2008 in Bremen einstimmig der Beschluss gefasst, „der Rat der EKD möge den Gliedkirchen vorschlagen, das Ziel anzustreben, im Zeitraum bis 2015 eine Reduktion ihrer CO2-Emissionen um 25% – gemessen am Basisjahr 2005 – vorzunehmen.“ Um dies zu verwirklichen ist es erforderlich, die CO2-Emissionen der Landeskirchen fu¨r das Jahr 2005 und für die kommenden Jahre zu bestimmen. Nur dann kann festgestellt werden, ob dieses im Beschluss der EKD-Synode empfohlene Ziel erreicht wird – beziehungsweise wie weit die Landeskirchen auf diesem Weg vorangekommen sind.
Heidelberg / Hannover, 07.12.2009 | Kirche und Klimaschutz – ein Überblick
von Prof. Dr. Hans Diefenbacher und Dr. Renate Knüppel
In Kürze beginnt der Weltklimagipfel in Kopenhagen. In den letzten Monaten ist zunehmend deutlich geworden, dass der bevorstehende Weltklimagipfel eine große Möglichkeit bietet, die internationale Staatengemeinschaft beim globalen Klimaschutz einen entscheidenden Schritt voranzubringen. Aber es besteht auch die Gefahr, dass diese Chance vertan wird, wenn mit den dort getroffenen Vereinbarungen die Treibhausgas-Emissionen nicht ausreichend oder nicht schnell genug verringert werden. ...
Mobilfunk-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden
Eine Stellungnahme aus ökologischer Sicht.
Vorgelegt vom Umweltbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Kirchen in Deutschland (AGU) am 22.01.2001
Hannover, 28.02.1995 | Gefährdetes Klima
Unsere Verantwortung für Gottes Schöpfung.
Die vorliegende Studie ist das Ergebnis einer ebenso intensiv wie kooperativ und kontrovers geführten Diskussion im Beirat des Beauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für Umweltfragen. Der Beirat hat der Neigung zu "einfachen Antworten" und Patentrezepten widerstanden und auf die komplexe Vernetztheit der Probleme hingewiesen.
Über die unser Leben bedrohende ernste Gefahr einer Klimakatastrophe und über das Ziel einer Verringerung der Emission klimagefährdender Gase bestand im Beirat Übereinstimmung. Auch über die Wege zu diesem Ziel war der Beirat weitgehend einig.
Hannover, 30.04.1990 | Energieeinsparung - Umrisse einer umweltgerechten Politik im Angesicht der Klimagefährdung
Ein Diskussionsbeitrag des Wissenschaftlichen Beirats des Beauftragten für Umweltfragen des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD-Text 31, 1990
Im Januar 1989 wandten sich 31 Unterzeichner aus dem Raum der evangelischen Kirche in einem brieflichen Appell an den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Sie forderten darin den Rat auf, "knapp, eindeutig und in öffentlich-unüberhörbarer Form" zu erklären, "daß die Fortführung der bisherigen Atomenergiepolitik in der Bundesrepublik nicht mehr zu rechtfertigen ist". Der Rat hat daraufhin den Wissenschaftlichen Beirat seines Beauftragten für Umweltfragen um ein beratendes Votum gebeten. Dieses Votum ist vom Wissenschaftlichen Beirat - nach einem Zwischenbericht im Mai 1989 - im März 1990 vorgelegt worden. Es geht von der Überzeugung aus, daß ein Votum zur Atomenergiepolitik nur im Kontext von Energiepolitik und Umweltproblematik insgesamt formuliert werden kann.