Biologische Vielfalt

zurück

Kirchliche Umweltbeauftragte geben Empfehlung zur biologischen Vielfalt

Umweltbeauftragte der evangelischen und katholischen Kirche rufen dazu auf, dem Erhalt der biologischen Vielfalt verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken. Die neue Handreichung „Kirchen und Biodiversität“ gibt Anregungen für das kirchliche Handeln: Flächenbewirtschaftung und -pflege, Gebäudeunterhaltung, Energieversorgung und auch Maßnahmen zum Klimaschutz können zum Erhalt der Arten beitragen.

Anlässlich ihrer gemeinsamen Tagung vom 18.-20. März 2013 in Schwerte legen die Arbeitsgemeinschaften der Umweltbeauftragten der katholischen Diözesen und der evangelischen Landeskirchen zusammen mit dem Beauftragten des Rates der EKD für Umweltfragen und dem zentralen Ansprechpartner der Deutschen Bischofskonferenz für Umweltfragen eine gemeinsame Standortbestimmung der kirchlichen Umweltarbeit auf dem Gebiet der Biodiversität, des Natur- und des Artenschutzes vor.

Aus theologisch-biblischer Sicht soll der Mensch wie ein guter Hirte dafür Sorge tragen, dass alle Geschöpfe Raum und Nahrung haben und keiner dem anderen lebenswichtige Ressourcen wegnimmt. Der Schutz der biologischen Vielfalt sei nicht nur eine gesellschaftliche und politische Aufgabe. Sie fordere gerade die Kirchen heraus, eine Wertedebatte über das zu führen, was zu oft als bloße „Verfügungsmasse“ betrachtet werde. Ein Verständnis für Natur als Schöpfung ließe sich nur bei jenen entwickeln, die um die Natur wissen und ihre Schönheit erfahren haben. Daher rufen die kirchlichen Umweltbeauftragten dazu auf, diese Thematik verstärkt in die Verkündigung und die kirchliche Bildungsarbeit aufzunehmen.

Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen in der EKD,
Wolfgang Schürger: wolfgang.schuerger@elkb.de

Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen (Erz-)Diözesen,
Mattias Kiefer: vorstand@kath‐umweltbeauftragte.de

Beauftragter für Umweltfragen des Rates der EKD,
Hans Diefenbacher: hans.diefenbacher@fest‐heidelberg.de

Zentraler Ansprechpartner der Deutschen Bischofskonferenz für Umweltfragen,
Gotthard Dobmeier: gotthard.dobmeier@web.de

  • Biodiversität und Kirchen – eine Empfehlung der kirchlichen Umweltbeauftragten

    Upload am: 19.03.2013

Lebensraum Kirchturm

Der Naturschutzbund initiierte die Aktion "Lebensraum Kirchturm". Die Lippische Landeskirche hat dies aufgegriffen und fördert die Kontakte zwischen den örtlichen Arbeitsgruppen des NABU und den Kirchengemeinden. Aber auch in Gemeinden der Nordkirche und in vielen anderen Regionen geschieht ähnliches.

Fledermäuse finden neues Zuhause in Kirchengemeinden

Artenschutzaktion erfolgreich

Mehr als 80 Kirchengemeinden haben sich an der Artenschutzaktion der Evangelischen Landeskirche in Württemberg beteiligt. Das berichtete der Umweltbeauftragte Hans-Hermann Böhm bei einer Tagung zum UN-Jahr der Artenvielfalt in Bad Urach. Dabei ging es darum, entweder eine vom Aussterben bedrohte Baumart, die Elsbeere, zu pflanzen oder einen Nistkasten für die ebenfalls vom Aussterben bedrohte Fledermausart aufzuhängen. Böhm zeigte sich mit dem Verlauf der Aktion zufrieden: „Dadurch wird ein Zeichen gegen den rapiden Verlust der Artenvielfalt gesetzt“.

Weitere Informationen ....

Handeln für die Schöpfung

Natur und Umwelt rund um den Kirchturm

Mit Bildungsangeboten und einer Materialmappe unterstützt die Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA)  Kirchengemeinden in ihren Bemühungen für Natur und Umwelt rund um den Kirchturm. Die Materialien wurden zusammen mit den Landeskirchen und Bistümern in Nordrhein-Westfalen erarbeitet.


Copyright © 2016 Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) | Impressum
Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 29. November 2016 20:59