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Fracking

... unkonventionelle Erdgasförderung
Unter Fracking versteht man ein Verfahren der unkonventionellen Erdgasförderung. Dabei werden kleine Erdgasbläschen, die in Gestein eingeschlossen sind, freigesetzt und das Gas gefördert. Dafür wird ein Wasser-Sand-Gemisch, das mit - teilweise giftigen - Chemikalien versetzt ist, unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Durch den Druck entstehen Risse in den Gesteinsschichten und das darin gebundene Erdgas entweicht. In den USA wird dieses Verfahren schon lange angewandt. In den letzten Jahren wurde Fracking auch in Deutschland für die Erdgasindustrie attraktiv. In NRW wurde interessierten Unternehmen eine Aufsuchungserlaubnis für insgesamt ca. 18.000 km² erteilt (ca. 50 % der Landesfläche). Für die geplante Förderung liegen bisher jedoch keine belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse über Risiken und Folgen für Umwelt und Gesundheit vor. Die AGU befürchtet, dass die betroffenen Regionen durch das Fracking mit extremen Umweltbelastungen konfrontiert werden. Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 wurde die Kirchentagsresolution "Bewahrung der Schöpfung" verabschiedet, welche die Genehmigung des Fracking ablehnt.



Hannover, 27.05.2016 | Hannoversche Landessynode spricht sich gegen Fracking aus
Die Vorsitzende des Umwelt- und Bauausschusses der ev.-Luth Landeskirche Hannovers Dr. Bettina Siegmund (Leer) berichtete in der Synode über das Thema Fracking. Der Ausschuss hätte sich kritisch mit diesem Thema auseinandergesetzt und zusammen mit dem Landeskirchenamt und dem Haus kirchlicher Dienste intensiv diskutiert, ob es eine eigene Stellungnahme der Landessynode zu diesem Thema geben sollte. Hintergrund war, dass die Evangelische Kirche in Deutschland bereits in November 2014 eine Stellungnahme an die Bundesregierung verfasst hatte.



Berlin, 21.11.2015 | Fracking im Globalen Süden
Schiefergas – eine Energiequelle für die Zukunft? (Aktuell 53)
Der weltweite Hunger nach Energie steigt und der Bedarf wird in den kommenden Jahrzehnten weiterhin stark zunehmen. Bis zum Jahr 2040 könnte sich laut der Internationalen Energieagentur (IAE) die globale Energienachfrage um schätzungsweise 37 Prozent erhöhen. Um den Energiebedarf auch in Zukunft stillen zu können, gewinnt neben den erneuerbaren Energien die Ausbeutung unkonventioneller Erdöl- und Erdgasvorkommen an Bedeutung.



Berlin, 23.09.2015 | Fracking verbieten, Klima schützen, Energiewende voranbringen
Breites Bündnis wendet sich an Bundestag
Die Verhandlungen über das Fracking-Regelungspaket im Bundestag, die vor der Sommerpause aufgrund von unüberbrückbaren Differenzen zwischen CDU/CSU und SPD auf Eis gelegt worden sind, sollen wieder aufgenommen werden.  Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wie Kirche, Gewerkschaft, Umweltschutz und Entwicklungspolitik wenden sich an die Fraktionen im Bundestag und erinnern an die Gefahren des Fracking für die Natur, das Klima und die menschliche Gesundheit.



Berlin, 06.05.2015 | Länder sollen Fracking-Gesetz ablehnen:
AGU unterstützt offenen Brief an Bundesrat
Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten, zeigen Sie, dass der Schutz von Grundwasser, Umwelt und Gesundheit für Sie höchste Priorität hat und schließen Sie sich dem Votum Ihrer UmweltministerInnen für ein Fracking-Verbotsgesetz in der Bundesratssitzung am 8.Mai an. In Deutschland gibt es bereits mehr als 2000 Kommunen und Gemeinden, die Fracking auf ihrem Gebiet nicht zulassen wollen. Jede Fracking-Bohrung führt zu Flächenversiegelung und zur Einschränkung der Lebensqualität der AnwohnerInnen. Der Bevölkerung werden die volkswirtschaftlichen Folgekosten einer Fördertechnik aufgebürdet, die ihr keinen Nutzen bietet.



Berlin, 01.04.2015 | „Probebohrung“ am Bundeskanzleramt
Protest gegen Kabinettsbeschlüsse zu Fracking.
Anlässlich der Kabinettsbeschlüsse zur Fracking-Technologie haben heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Deutscher Naturschutzring (DNR), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Umweltinstitut München, Robin Wood, PowerShift, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) vor dem Bundeskanzleramt eine symbolische Fracking-Probebohrung vorgenommen. Ihr Protest richtet sich gegen die Absicht von Energiekonzernen, in mehreren Regionen Deutschlands mit dem umstrittenen Fracking Erdgas aus tiefen Erdschichten zu gewinnen. Die Organisationen fordern ein Verbot dieser Technologie.



Berlin, 23.03.2015 | Breite Kritik am Fracking-Regelungspaket
Schutz von Mensch, Natur und Wasser nicht gewährleistet
Verbände und Organisationen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft haben heute, zwei Tage vor der entscheidenden Kabinettssitzung, den von der Bundesregierung vorgeschlagenen Rechtsrahmen zur Förderung von Erdöl und Erdgas durch Fracking scharf kritisiert.



Berlin, 13.02.2015 | Ev. Kirche bei Anhörung zum Regelungspaket Fracking
Am 13. Februar 2015 nahm Dr. Gudrun Kordecki für die Evangelische Kirche in Deutschland an der Verbändeanhörung der Bundesregierung zu Fracking im Bundespresseamt in Berlin teil. Sie mahnte die Bewahrung der Schöpfung an und wies darauf hin, dass Fracking nicht mit der Energiewende der Bundesregierung in Einklang steht. Vor dem Bundespresseamt demonstrierten Bügerinitiativen gegen die geplante Regelung.



Schwerte, Berlin, 26.01.2015 | Stellungnahme zum vorgelegten Regelungspaket Fracking
zum Stand der Entwürfe vom Dezember 2014
Die AGU und der Beauftragte für Umweltfragen des Rates der EKD haben über den Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union ihre Stellungnahme zum Regelungsentwurf "Fracking" vorgelegt. ...



Graaff-Reinet, Südafrika, 16.12.2014 | Fracking gefährdet Trinkwasser in afrikanischer Halbwüste
Stefan Cramer, ein Geologe mit langjähriger Erfahrung in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, arbeitet mit Unterstützung von Brot für die Welt als wissenschaftlicher Berater von SAFCEI, dem Southern Africa Faith Communities‘ Institute. Er unterstützt südafrikanische Glaubensgemeinschaften durch seine Expertise im Kampf gegen Fracking in der Karoo, einer herbschönen Halbwüstenlandschaft in Südafrika.



Bielefeld, 20.11.2014 | Kein Fracking in Deutschland
Landessynode der EKvW: Nein zur Erdgasgewinnung / Vorrang für Umwelt- und Gesundheitsschutz
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung auch weiterhin ab. Die Landessynode als höchstes Entscheidungsgremium hat am Donnerstag (20.11.) ihren vor drei Jahren dazu gefassten Beschluss bekräftigt. Sie fordert Bundesregierung und Bundestag sowie die Länderparlamente auf, beim aktuellen Erkenntnisstand Fracking gesetzlich zu verbieten.



Dresden, 12.11.2014 | EKD-Synode lehnt Fracking ab
11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 7. Tagung
Zum Fracking hat die 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 7. Tagung den folgenden Beschluss gefasst:



Soest , 28.10.2014 | Positionspapier zu umweltschädlichen und risikoreichen Verfahren der Energiegewinnung
Stellungnahme des Landesverbands der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. veröffentlicht
Der konsequente Ausstieg aus der Atomenergie muss verbunden werden mit einem ebenso konsequenten Einstieg in eine nachhaltige, klimaschonende Energieversorgung. Dabei ist der Ausbau von erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung können den schnellen Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährleisten. Die Zeit des Übergangs von fossil auf regenerativ darf jedoch nicht dazu genutzt werden, umweltschädliche und risikoreiche Verfahren der Energiegewinnung, z.B. Fracking, voranzutreiben.



Detmold, 28.10.2014 | Fracking wird abgelehnt - Beschluss der Lippischen Landessynode
Beschluss der Lippischen Landessynode
Die Synode der Lippischen Landeskirche lehnt den Einsatz der umstrittenen Fracking-Methode zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ab, da die Methode erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringt.



Detmold, Düsseldorf und Schwerte, 27.03.2014 | Auf Technik verzichten, deren Folgen nicht abzusehen sind
Umweltexperten der Evangelischen Kirchen in NRW lehnen Fracking weiter ab
Die Wiederbelebung der Fracking-Debatte in NRW durch Politik und Wirtschaft angesichts der Krim-Krise halten Umweltfachleute aus der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Lippischen Landeskirche für ein falsches Signal.



Hannover, 05.03.2013 | Kirchliche Umweltbeauftragte gegen jetzige Zulassung von Fracking
Die Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirchen in Deutschland zeigen sich besorgt über den zwischen Bundesminister Dr. Rösler und Bundesminister Altmaier abgestimmten Vorschlag zur Zulassung des Fracking-Verfahrens in Deutschland. In dem Text heißt es: „Unterschiedliche unabhängige Gutachten kommen im Kern zu dem Ergebnis, dass das Verfahren unter der Voraussetzung eingesetzt werden kann, dass der Schutz des Trinkwassers gewährleistet ist und keine nachteiligen Umweltbeeinträchtigungen eintreten."



Fulda, 15.02.2013 | Bistum Fulda
Der Erlaubnisantrag „Alder-South“ für die unkonventionelle Förderung von Erdgas (Fracking) umfasst in großen Teilen den Norden des Bistums Fulda. In Sorge um die dort lebenden Menschen und den Erhalt der natürlichen Ressourcen begrüßt das Bistum die aktuelle Aussage von Bundesumweltminister Altmeier, dass das Verfahren in Trinkwasserschutzgebieten grundsätzlich verboten wird und in allen anderen Fällen eine Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend sei. […] Die letztjährige Entscheidung aus dem hessischen Umweltministerium, vorerst keine konkrete Aufsuchungserlaubnis zu erteilen, wird als positives Signal begrüßt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die potentiellen Betreiberfirmen bereits im Vorfeld auch an Kirchengemeinden als Landbesitzer herantreten, um Landnutzungsverträge für Probebohrungen auszuhandeln. Das Bistum Fulda weist ausdrücklich darauf hin, dass derartige Verträge seitens des Bistums auch wegen der unzureichenden Schadensersatzregelung nicht genehmigt werden.



10.01.2013 | Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland
Beschluss 12: 1. Die Landessynode lehnt den Einsatz der umstrittenen Fracking-Methode zur Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ab. Die Methode birgt erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Sie stellt eine hohe Gefährdung insbesondere der natürlichen Ressource Wasser dar. 2. Die Landessynode begrüßt die Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung, bis auf Weiteres keine Genehmigungen für Erkundung und Gewinnung der Lagerstätten unter Einsatz der Fracking-Methode zu erteilen. 3. Die Landessynode bittet die EKD, sich beim Bundesgesetzgeber für eine Novellierung des Bundesberggesetzes einzusetzen mit dem Ziel, dass bei Bergbauvorhaben ein Planfeststellungsverfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend vorgeschrieben wird.



Hofgeismar, 27.11.2012 | Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) lehnt unter den gegenwärtigen Bedingungen alle Bestrebungen ab, nach Ton-Schiefer-Gasvorkommen zu suchen und diese durch „Fracking“ zu erschließen. Sie sieht in der jetzt angewandten Methode einen unvertretbaren Eingriff in die Natur und insbesondere eine extreme Gefährdung der Ressource Wasser.



24.11.2012 | Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
Die Landessynode hat am 24. November 2012 beschlossen:
1. Die Landessynode lehnt unter den gegenwärtigen Bedingungen alle Bestrebungen ab, die Methode „Fracking“ anzuwenden. ...



Wien, 14.02.2012 | Stellungnahme der Ev. Kirche A.u.H.B. Österreichs
Stellungnahme zur Erschließung von Gasvorkommen
…. Die Evangelische Kirche ist zur Bewahrung der Schöpfung verpflichtet und lehnt daher die Bestrebungen, weitere Gasvorkommen zu suchen und diese durch das sogenannte hydraulic facturing (Fracking) zu erschließen, unter den heutigen Bedingungen ab. ….



Münster, 21.05.2011 | Vollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster
Die kritischen Nachfragen der Bürger und die Anwaltschaft der Wasserwerke für die Reinheit des Grundwassers sind berechtigte Interessen der Menschen an einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen. Dafür lohnt es sich immer zu streiten!



Schwerte , 21.11.2011 | Unkonventionelle Erdgasförderung
Eine Arbeitshilfe
In Deutschland, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, werden bedeutende Vorkommen an Schiefergas vermutet. Diese können durch unkonventionelle Erdgasförderung mit Hilfe des sogenannten Fracking erschlossen werden. Aus den USA sind im Zusammenhang mit Fracking zahlreiche Störfälle bekannt. Verunreinigungen von Grund- und vor allem Trinkwasser traten auf. In dieser Arbeitshilfe wird dargestellt, wie Fracking durchgeführt wird und welche Umweltrisiken auftreten können. Die Rechtslage zur Durchführung der unkonventionellen Erdgasförderung wird ebenso beschrieben wie die derzeitige politische Diskussion über Fracking. Ein Überblick stellt die Planungslage in Deutschland und der Europäischen Union dar. Die Sachstandsbeschreibung wird ergänzt durch theologischethische Impulse und die Dokumentation kirchlicher Stellungnahmen zum Thema. ...



Bielefeld, 18.11.2011 | Westfälische Landeskirche: Gegen Fracking
Methode zur Erdgasgewinnung birgt Gefahren für Umwelt und Gesundheit
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt Fracking als Methode zur Erdgasgewinnung unter den heutigen Bedingungen ab. Die Kirchenleitung hat den Bestrebungen, „nach unkonventionellen Gasvorkommen zu suchen und diese durch das sogenannte hydraulic fracturing (Fracking) zu erschließen“, jetzt eine klare Absage erteilt. Fracking setzt im Gestein eingeschlossenes Erdgas frei.



Dresden, 05.06.2011 | Bewahrung der Schöpfung – keine Genehmigung für unkonventionelle Erdgasförderung
Der konsequente Ausstieg aus der Atomenergie muss jetzt verbunden werden mit einem ebenso konsequenten Einstieg in eine nachhaltige, klimaschonende Energieversorgung. Dabei ist der Neubau von Kohlekraftwerken auszuschließen und der Ausbau von erneuerba-ren Energie zu beschleunigen. Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung können den schnellen Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährleisten. Die Zeit des Übergangs von fossil auf regenerativ darf jedoch nicht dazu ge-nutzt werden, umweltschädliche und risikoreiche Verfahren der Erdgasgewinnung voranzu-treiben. Für die geplante unkonventionelle Erdgasförderung liegen bisher keine belastbaren Erkenntnisse über Risiken und Folgen vor.



Weitere Informationen

Fracking zur Schiefergasförderung

Eine energie- und umweltfachliche Einschätzung.

Umweltverträgliche Nutzung des Untergrundes und Ressourcenschonung

Anforderungen an eine Raumordnung unter Tage und ein modernes Bergrecht


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Publikationsdatum dieser Seite: 21.06.2016 21:41