Wenn der Glaube an Gott mitspielt

Christen bei der Fußball-WM

19. Mai 2006

Das Weltereignis des Jahres rückt näher: die Fußballweltmeisterschaft vom 9. Juni bis 9. Juli in Deutschland wird der sportliche Höhepunkt, zu dem Millionen Gäste aus aller Welt erwartet werden. Die Mannschaften sind nominiert, die Spieler bereiten sich in Trainingslagern auf das Ereignis vor. In den aktuellen Nationalmannschaften, die um die begehrte Trophäe kämpfen, spielen auch Christen eine Rolle. Sie finden Kraft in ihrem Glauben an Gott, der über Sieg und Niederlage hinausträgt. Stephan Volke hat für idea das „Team der Hoffnung“ zusammengestellt:

Tor:

Tim Howard (geboren 6.3.1979) – Verein: Manchester United (England) – Nationalteam: USA

Der Torwart ist eine ganz besondere Spezies auf dem Feld. Er bewegt sich immer zwischen „Held“ und „absoluter Niete“, und selbst wenn ihm nach einem überragenden Spiel in der 89. Minute ein Fehler unterläuft, ist er der „Buhmann der Nation“. Howard steht diesmal nicht in der Gefahr, denn er ist die eindeutige Nr. 2 hinter Kasey Keller. „Natürlich macht es Spaß, in einem vollbesetzten Stadion zu spielen, aber wichtiger für mich ist es, dass ich Gott persönlich kenne“, meint der Amerikaner.

Abwehr:

Young Pyo Lee (23.4.1977) – Tottenham Hotspur (England) – Nationalteam: Südkorea

Der Abwehrspieler spielte schon bei der letzten WM in Japan/Südkorea eine tragende Rolle für das südkoreanische Team. Der Spielgestalter hat früher gedacht, alles sei machbar, wenn er nur hart genug trainiere. „Eine Lüge, deren Erkenntnis mir wehtat. Bei der WM in Korea erzählten mir Freunde, dass sie Christen geworden seien. Bis dahin hatte ich Gott für eine Märchenfigur gehalten. Doch Gott machte mir klar, dass er wirklich existiert. Der christliche Glaube hat mir meine Fragen, woher ich komme und wohin ich gehe, beantwortet.“

Lúcio (8.5.1978) – Bayern München (Deutschland) – Nationalteam: Brasilien

Der brasilianische Weltmeister von 1994, Jorginho, hält Lúcio für einen der besten Abwehrspieler der Welt. „Ich habe noch nie einen Spieler mit einem solchen Siegeswillen gesehen“, meint er. Lúcio wurde als Jugendlicher Christ: „Meine Mutter nahm mich mit zu einer evangelischen Gemeinde in Brasilia, und ich fühlte mich dort sehr wohl. Mein Wissen über und meine Erfahrungen mit Gott nahmen zu. Mein Leben wurde völlig verändert.“

Cyril Domoraud (22.7.1971) – US Creteil (Frankreich) – Nationalteam: Elfenbeinküste

Eine Sportverletzung brachte den Kapitän der Elfenbeinküste dazu, sich von afrikanischer Zauberei abzuwenden und der Liebe von Jesus Christus anzuvertrauen: In seiner Heimat hat er ein Trainingszentrum für Jugendliche eröffnet: „Die christliche Erziehung dort hilft ihnen, nicht auf die schiefe Bahn zu geraten oder auf der Straße zu landen.“

Edmilson (10.7.1976) – FC Barcelona (Spanien) – Nationalteam: Brasilien

Der Weltmeister von 2002 gehört zu den „Jesus-liebt-dich“-T-Shirt-Trägern, wenn Brasilien mal wieder einen Titel gewonnen hat. „Die beste Möglichkeit, anderen Menschen zu zeigen, dass da ein Gott ist, der sie liebt!“ meint der agile Abwehrspieler, der auch im Mittelfeld spielen kann. Zum Thema „Ruhm“ sagt er: „Es ist nutzlos, Erfolg, Ruhm und Geld zu haben, ohne errettet zu sein. Die Erlösung meiner Seele ist das Wichtigste.“

Mittelfeld:

Kaka (22.4.1982) – AC Mailand (Italien) – Nationalteam: Brasilien

Über ihn sagt sein Teamkollege Zé Roberto: „Kaka ist noch jung, aber absolut professionell. Wir sind immer zusammen, wenn wir uns bei Länderspielen treffen. Gemeinsam mit Lúcio, Edmilson, Ricardo Oliveira, Gilberto und anderen lesen wir oft gemeinsam in der Bibel und beten im Mannschaftshotel.“ Kaka könnte zu den Überraschungen dieses Turniers gehören.

Song Chong Guk (20.2.1979) – Suwon Samsung (Südkorea) – Nationalteam: Südkorea

Seitdem der Südkoreaner eine Beziehung zu Gott hat, kann er auch nach Niederlagen wieder gut schlafen: „Wenn ich früher ein Spiel verloren habe, war ich so richtig sauer und konnte zwei Nächte nicht schlafen. Seit ich Christ bin, versuche ich, Gott in allen Lebenslagen dankbar zu sein.“ Der quirlige Koreaner gehörte bei der WM 2002 zu den Stützen seines Teams.

Juan Carlos Valerón (17.6.1975) – Deportivo La Coruna (Spanien) – Nationalteam: Spanien

Er gilt als einer der begnadetsten Offensivspieler Spaniens, doch leider werden die Fans auf seine Flanken vergeblich warten. Ein Kreuzbandriss verhindert die WM-Teilnahme. Doch auch dieser Rückschlag in der Laufbahn wirft ihn nicht zurück: „Ich mag den Psalm 23, weil er mir sagt, dass Gott bei mir ist, was immer auch geschieht.“

Zé Roberto (6.7.1974) – Bayern München (Deutschland) – Nationalteam: Brasilien

Gestärkt durch den Gewinn des Deutschen Pokals und der Meisterschale geht Zé Roberto in das Turnier. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung, den er bereits Ende 2003 in seinem Buch „Traumpass ins Leben“ geäußert hat: „2006 will ich mit Brasilien in Deutschland Weltmeister werden“. Ob sich dieser Traum für den Christen erfüllen wird, liegt an den 31 anderen Mannschaften.

Sturm:

Gerald Asamoah (3.10.1978) – FC Schalke 04 (Deutschland) – Nationalteam: Deutschland

Für den gebürtigen Ghanaer ist die Teilnahme an der WM wie ein Wunder. War doch durch einen Herzfehler seine Karriere gefährdet. Doch „ich habe gelernt, mich in allem, was ich tue, auf Gott zu verlassen.“ Der Schwärzeste im weißen Nationaldress nennt dann auch als wichtigste Sache, die im Gepäck nicht fehlen darf: die Bibel.

Brian McBride (19.6.1972) – FC Fulham (England) – Nationalteam: USA

Der amerikanische Stürmer spielte schon 1998 bei der WM in Frankreich. Dabei erlebte er das schöne Gefühl, in einem so wichtigen Turnier einen Treffer zu erzielen. Aber: „Alles, was ich tue – mein Verhalten auf dem Spielfeld eingeschlossen –, soll Gott die Ehre geben. Jesus in unser Leben einzuladen, ist das Größte, was wir jemals tun können.“

Quelle: idea vom 19. Mai 2006