Zukunft des deutschen Films

Kirchen zum Förderungskonzept von Nida-Rümelin

26. Juli 2002

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Der filmpolitische Arbeitskreis der evangelischen und katholischen Kirche unter seinen beiden Vorsitzenden, Werner Schneider-Quindeau, Filmbeauftragter der EKD, und Peter Hasenberg, Filmreferent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, hat eine gemeinsame Stellungnahme zum „Filmpolitischen Konzept“ des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien vorgelegt. Die Kirchen unterstreichen darin den Grundsatz, die Filmförderung an der Bedeutung des Films als Kulturgut auszurichten. Sie begrüßen deshalb die Vorschläge, die die Filmförderung an Qualitätskriterien binden und die Filmkultur insgesamt stärken sollen, zumal im pädagogischen und publizistischen Bereich und in der Erschließung des filmhistorischen Erbes. Dabei vermissen die kirchlichen Beauftragten die Berücksichtigung der Leistungen der nichtgewerblichen Filmarbeit und verweisen auf das Engagement der Kirchen auf diesem Feld. Kritisch bewertet die Stellungnahme die Ausrichtung der Förderung auf das nationale Filmschaffen. Durch Vermehrung der Fördermittel ließen sich die Mängel des deutschen Films nicht beheben. Sie fordert deshalb eine Akzentuierung der Förderung eines qualitativ verbesserten Filmangebots. Erst aus einer lebendigen, dynamischen Auseinandersetzung mit der Filmkultur der Welt könne eine fruchtbare nationale Filmkultur entstehen. Zur Überwindung des provinziellen Charakters vieler deutscher Filme regen die Kirchen eine kulturelle Beratung der Filmproduktion an.

Die Erklärung im Wortlaut

Zum Bild: Bonhoeffer und Bethge entfernen die Hakenkreuzfahne vom Altar.
Quelle: Bonhoeffer-Film



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