Alles hat seine Zeit - Advent ist im Dezember

Kirchen gegen verfrühte Adventsstimmung

13. November 2003

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Menschen brauchen Rhythmen. "Alles hat seine Zeit." Dies ist nicht nur eine alte Weisheit der Bibel, sondern das haben Menschen seit Jahrhunderten erfahren: Mit abgegrenzten Zeiten, mit Rhythmen, die unser Leben gliedern, leben wir sicherer und beruhigter. Sie geben uns Zeit zum Aufatmen, sie geben der Seele Raum zum Innehalten und Entspannen. Es gibt einen Rhythmus des Jahres, der geprägt ist von der christlichen Tradition. Gerade die Adventszeit ist eine Zeit der Einkehr und der Stille, der Vorfreude und der Erwartung. Und der Advent hat so seine bestimmte Zeit.

In den meisten Städten aber sind aus den vier Wochen oft schon fünf, sechs oder mehr geworden, an manchen Orten sind bereits Mitte November Straßen und Geschäfte weihnachtlich geschmückt. Die Adventszeit mit ihren wunderbaren Farben und Düften, mit Lichtern und Plätzchen verliert an Bedeutung und Sinn, wenn wir ihr keinen festen Rahmen mehr geben. Worauf sollen wir uns eigentlich noch freuen, wenn der Spekulatius schon seit Wochen auf dem Tisch steht, alles immer gleich verfügbar und damit beliebig ist?

Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, äußerte vor der Synode der berlin-brandenburgischen Kirche: „Dazu, dass der Advent Advent bleibt, gehört beides: dass wir die Vorfreude auf Weihnachten dort lassen, wohin sie gehört, und dass wir die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest nicht ersticken lassen im Klingeln der Kassen. Denn Geschenke, die wir zu Weihnachten vorbereiten, sind Zeichen der Freude, sie sind nicht der Grund der Freude. Der Grund der Freude besteht darin, dass Gott Mensch wird und dass die Zusage seines Friedens uns Menschen erreicht.“

Aktion "Advent ist im Dezember"

EKD-Pressemitteilung zum Thema

Der Andere Advent



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