Weiterhin konsequenter Schutz der Embryonen

Grundsätze des Embryonenschutzes auch europaweit

25. November 2003


Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sind sich einig: Es muss den Tendenzen gewehrt werden, die in Deutschland geltenden Grundsätze zum Embryonenschutz dem niedrigeren Schutz in anderen Ländern anzugleichen. Gemeinsam appellieren sie an die Bundesregierung, sich weiterhin für einen konsequenten Schutz der Embryonen einzusetzen. „Die evangelische und die katholische Kirche sind immer dafür eingetreten, den Schutz menschlicher Embryonen uneingeschränkt zu gewährleisten,“ schreiben die beiden im Blick auf die Entscheidung, die in dieser Woche im europäischen Ministerrat fallen soll.

Das, was das Europäische Parlament am 19. November beschlossen hat, gebe Anlass zu größter Sorgen, wissen Huber und Lehmann. Wo das Interesse der Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen so stark ist, dass man die Tötung menschlicher Embryonen zur Gewinnung solcher Stammzellen in Kauf nimmt, wird menschliches Leben instrumentalisiert, was ethisch nicht gerechtfertigt ist.“ Die Würde und das Lebensrecht menschlicher Embryonen werden somit dem Forschungsinteresse untergeordnet. Damit, so die Bischöfe weiter, werden diese Zellen als weniger wert erachtet.

Wolfgang Huber und Karl Lehmann fordern die deutschen Mitglieder des EU-Ministerrats auf, sich auch europaweit dafür einzusetzen, dass restriktive Regelungen eingeführt wird und nationales Recht nicht europaweit auf einen niedrigeren Standard gebracht werde.



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