ÖRK vergibt 280.000 Mark aus Sonderfonds

Auch Berliner Initiative erhält Unterstützung

10. Dezember 1998

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) wird in diesem Jahr aus dem Sonderfonds seines Antirassismusprogramms insgesamt 280 000 Mark an 18 Gruppen in aller Welt vergeben. Seit der Einrichtung des Sonderfonds 1970 hat er damit über 20 Millionen Mark an Gruppen und Organisationen weitergeleitet, die sich für die Überwindung des Rassismus einsetzen. Diese Angaben wurden bei einer Veranstaltung zum 30jährigen Bestehen des Antirassismusprogramms während der Vollversammlung in Harare gemacht.

In Deutschland wird in diesem Jahr die Berliner Initiative gegen das Asylbewerberleistungsgesetz mit rund 5000 Mark aus Genf unterstützt. Nach Auffassung der Mitarbeiter dieser Initiative verstösst das Gesetz gegen die Verfassung und erschwert Asylbewerbern den Aufenthalt in Deutschland.Die Gelder aus dem Sonderfonds des Antirassismusprogramm stammen nicht aus ÖRK-Haushaltsmitteln sondern aus Spenden kirchlicher Einrichtungen und Initiativen. Die 18 Empfänger der diesjährigen Mittel lassen sich in drei Kategorien einteilen: Gruppen, die sich unmittelbar in der Antirassismus-Arbeit engagieren, Gruppen, die sich unter Rassismus leidenden Frauen widmen und Gruppen, die für die Rechte von Ureinwohnern eintreten.

Harare, 10. Dezember 1998
Ökumenischer Rat der Kirchen
Presse-und Informationsbüro