Tod nicht tabuisieren

Lutherische Handreichung zur Sterbe- und Trauerbegleitung

20. März 2006

Hände mit weißer Rose und einer Bibel

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ So bittet der Beter des 90. Psalms. Damit ist auch gesagt, dass es weise ist, zu wissen, dass jede und jeder sterben muss. Der Tod ist ein Teil des Lebens, schreibt der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Johannes Friedrich im Vorwort der Handreichung „Du bis mir täglich nahe... Sterben, Tod, Bestattung, Trauer“. Diese 68 Seiten, „evangelische Handreichung für Menschen, die trauern und für die, die sie in ihrer Trauer begleiten“ – so der Untertitel – wurde vom Seelsorgeausschuss der VELKD erarbeitet. Sie soll eine Hilfe für alle sein, die Sterbende und Trauernde begleiten.

Die Einsicht, dass der Tod zum Leben gehört, hindert nicht, dass der Tod im alltäglichen Leben verdrängt wird. Der bayerische Landesbischof beklagt deshalb auch: „Die Tabuisierung führt mancherorts dazu, dass Menschen, die plötzlich von Sterben und Tod betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen.“ Mit dem vorgelegten Heft will die VELKD über die unmittelbar von Sterben, Tod und Trauer betroffenen Menschen hinaus alle ermutigen, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.

In den Abschnitten „Ein Mensch stirbt“, „Tod“, „Bestattung“ und „Trauer“ sind Gedanke und Gefühle von Betroffenen niedergelegt und werden Trostworte für die jeweilige Situation angeboten. Praktische Tipps werden zudem in jedem Abschnitt angeboten, um die Menschen in dieser Situation darauf hinzuweisen, was noch zu bedenken sei.

Die Publikation „Du bist mir täglich nahe“ ist gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro über das Lutherische Kirchenamt der VELKD erhältlich (zentrale@velkd.de). Im Internet kann sie kostenlos heruntergeladen werden.

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Die Pressemitteilung der VELKD