Erster Deutscher Familientag

Spürbare Aufbruchstimmung

16. Mai 2006

Das Gedränge auf der Berliner Museumsinsel war beträchtlich: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" hatten am 15. Mai zum „Ersten Deutschen Familientag“ geladen, und zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich zwischen Zelten, Pavillons und Bühne rund um das Thema Familie informieren und unterhalten zu lassen.

Der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber, nach einem Allianzgespräch mit der Ministerin und Vertretern aus Wirtschaft, Kommunen und Gewerkschaft ebenfalls zu Gast auf der "Familienmeile", freute sich über den Zulauf und die spürbare Aufbruchstimmung: "Die Familienpolitik in Deutschland hat in den vergangenen Jahren wichtige neue Ansätze unternommen. Jetzt muss das auf eine breite gesellschaftliche Basis gestellt werden." Mit großem Interesse ließ sich der Bischof über Projekte und Arbeitsgruppen einiger lokaler Bündnisse für Familie informieren. Bundesweit gibt es bereits knapp 300 solcher Initiativen.

Ein Schwerpunkt dieser Bündnisse ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit Blick auf das Thema „Kinderbetreuung“ betonte Huber: "Das Aufwachsen von Kindern ist von Anfang an ein Bildungsgeschehen. Deshalb handelt es sich in der frühen Kindheit nicht um bloße Betreuungs-, sondern um Bildungs- und Erziehungsangebote, die zeitlich abgestimmt sein müssen auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern."

http://www.erster-deutscher-familientag.de/