Die EKD zu Gast bei Freunden

Würzburg überzeugt durch Gastfreundschaft

03. November 2006

Mehr als gastfreundlich zeigen sich die Verantwortlichen der Stadt Würzburg bei der Vorbereitung der EKD-Synode. So macht unter anderem der Besuch des Bundespräsidenten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Die Zufahrten zur Kirche, in der der Eröffnungsgottesdienst stattfinden wird, müssen abgesperrt werden, ebenso wie die Einfahrten zum Congress-Centrum. Übertragungswagen der Fernsehstationen brauchen Parkplätze, Rettungswagen müssen nah am Geschehen einen Platz finden.

In der Stadtverwaltung Würzburg ist Herr Neun für solche Straßenverkehrsangelegenheiten zuständig. Ein paar Tage vor dem Start der Tagung telefonierte Herr Neun mit dem verantwortlichen Kollegen aus dem EKD-Team, Stefan Kiefer. Ja, er habe den Antrag auf die Straßensperrungen erhalten, erklärte er freundlich. Aber da gebe es noch einige Fragen zu klären. Wo denn zum Beispiel vor dem Congress-Centrum die Sanitätswagen geparkt werden sollten. Darüber sei doch bei der Besichtigung vor Ort im Vorfeld gesprochen worden, erklärte Kiefer: Die Rettungswagen sollten direkt gegenüber vom Haupteingang geparkt werden. Das ginge nicht, so Neun. Dort wäre nämlich ein Taxistand. Schweigen auf Seiten der EKD. „Ach du liebes Bisschen. Was machen wir denn nun?“ -  „Naja,“ sagte Herr Neun. „Wir könnten vielleicht den Taxistand verlegen.“ „Ja – wäre das möglich?“ „Ja – ich habe das schon mal veranlasst.“ Erstes Aufatmen auf Seiten der EKD. Dann ein weiteres Problem. „Sie kennen doch sicher die Rechtslage, dass solche Sperrungen 72 Stunden vor Inkrafttreten ausgeschildert sein müssen, oder?“ „Ja...? Das heißt, das müsste dann eigentlich schon jetzt... eigentlich schon gestern...“ „Ich habe das auch schon mal veranlasst“ sprach Herr Neun. „Nun wäre nur noch das Finanzielle zu klären.“ 15 Euro würden an Verwaltungsgebühren für diese Anordnungen fällig. Der EKD-Mitarbeiter versprach, sie persönlich vorbei zu bringen...

Die Chefin von Herrn Neun ist Würzburgs Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann. Auch sie zeigt sich offen und gastfreundlich: „Herzlich willkommen in Würzburg!“ erklärte sie im Vorfeld. „Es ist mir eine Ehre und Freude, die Synode der EKD im Zentrum Mainfrankens zu begrüßen. Das Wirken der evangelischen Kirche war und ist für das kulturelle und soziale Leben unserer Stadt sehr fruchtbar. Darüber hinaus erwarten die Menschen von der Kirche tragfähige Antworten auf die Grundfragen ihrer Existenz, aber auch Orientierungshilfen in den aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen. Hierzu wünsche ich der Synode ertragreiche Beratungen. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt in einer der schönsten Städte Deutschlands.“

EKD-Synode 2006 in Würzburg

Erste Bilder der Synode