Kirchentag 2007 in Köln

"lebendig und kräftig und schärfer"

10. April 2007

Basis und Establishment aus Kirche und Gesellschaft treffen beim Kirchentag aufeinander. Neben hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Kirche oder populären Künstlern wirken auch noch unbekannte Liedermacherinnen und Liedermacher, Amateurkabarettisten oder Menschen mit, die von persönlichen Erfahrungen aus ihrem Alltag berichten. Dieser Vielfalt verdanken die Kirchentage ihren Reiz und ihre Lebendigkeit. Unter der Losung "lebendig und kräftig und schärfer" (Hebräerbrief 4,12) werden beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 6. bis 10. Juni 2007 in Köln mehr als 100.000 Menschen aus Deutschland und der ganzen Welt erwartet. Die Besucherinnen und Besucher des Kirchentages können an rund 3000 Veranstaltungen teilnehmen. Kölner Theater, Museen, Kinos, Galerien und Künstler veranstalten aus Anlass des Kirchentages außerdem ein reichhaltiges Kulturprogramm.

Kürzlich wurde das Programmheft des Kirchentags der Öffentlichkeit vorgestellt. Über die "gute, ermutigende Mischung" aus geistlichem Erlebnis, Ökumene und Zeitansage im Programm des Kirchentages freut sich besonders Nikolaus Schneider, Präses der gastgebenden Evangelischen Kirche im Rheinland.

Der Kirchentag will Menschen Orientierung geben. Zuversichtlich, dass dies auch in Köln gelingt, ist der Kirchentagspräsident Reinhard Höppner. Er hofft, dass der Kölner Kirchentag "Orientierungsschneisen in die Zukunft" schlagen werde. Und zwar Orientierungen, "die jedem einzelnen Menschen und allem Leben auf dieser Erde eine Perspektive gibt".

Angebote zu Glauben und Spiritualität weist das Programmheft auf, aber auch das Thema Zukunft der Kirche und die Ökumene wird auf dem Kirchentag diskutiert, natürlich spielt aber auch die politische Zeitansage eine Rolle.

Dabei sind Globalisierung und der Dialog mit den Religionen für Höppner politisch wichtige Themen des Kirchentags. Der Kirchentag reagiert auch auf den fast zeitgleich stattfindenden G8-Gipfel in Heiligendamm. Am Donnerstagabend ist ein "Ruf an den G8-Gipfel in Heiligendamm" geplant, unter anderem mit Erzbischof Desmond Tutu, dem EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber und dem rheinischen Präses Schneider. Am Samstag, nach dem G8-Gipfel, kommen Bundespräsident Horst Köhler und die Bundeskanzlerin nach Köln. Angela Merkel wird mit dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus über die verantwortliche Gestaltung der Wirtschaft diskutieren. Höppner: "Der Kirchentag hat einen doppelten Anspruch. Er will denen, die in Heiligendamm tagen, und jenen, die vor dem dortigen Zaun Widerspruch anmelden, ein Forum des Dialogs bieten".

Das Programmheft wurde kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer kann noch mitmachen? Menschen aus Köln und Umgebung können den Kirchentagsgästen Privatquartiere zur Verfügung stellen. Wer von außerhalb kommt, kann sich als Einzelgast noch bis Mitte Mai anmelden. Für Gruppen ist der Anmeldeschluss bereits abgelaufen, doch es gibt bestimmt die Möglichkeit, an Gruppen "anzudocken", die bereits angemeldet sind. Einzelheiten dazu und weitere Informationen zum Kirchentag finden sich auf der Website www.kirchentag.de. Ob einzeln, in Gruppen, ob aus Köln oder von außerhalb: Jeder kann beim Kirchentag noch mitmachen.