China kommt zum Kirchentag

Eine Ausstellung unter der Überschrift „Gottes Wort in China“

05. Juni 2007

China ist im Kommen. Nicht nur auf Industrie-, Technologie- und Handelsmessen, sondern jetzt auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag. Auf 800 Quadratmetern präsentiert sich die Evangelische Kirche Chinas in der Halle 10 auf dem Kölner Messegelände mit einer farbenfrohen und selbstbewussten Ausstellung unter der Überschrift „Gottes Wort in China“. Auf etwa siebzig Schautafeln wird die Geschichte und Ausbreitung der Bibel dargestellt. Während der Kulturrevolution waren nahezu alle Bibeln vernichtet worden. Mit Unterstützung der Bibelgesellschaften aus aller Welt konnten aber von 1980 bis heute über 43 Millionen Bibeln in der Bibeldruckerei in Nanjing gedruckt und sehr preiswert verteilt werden. Die Ausbreitung der Bibel ist ein wichtiger Grund für das rasante Wachstum der Kirche, die nun offiziell 16 Millionen Gläubige zählt.

Auf Einladung der EKD kommt die Ausstellung, die im vorigen Jahr in den USA gezeigt wurde, nach Deutschland. Eine hochrangige Delegation, unter Leitung der Präsidentin des Chinesischen Christenrates, Pfarrerin Shengjie Cao, die auch eine Bibelarbeit auf dem Kirchentag leiten wird, begleitet die Ausstellung.

Die EKD eröffnet der Evangelischen Kirche Chinas mit ihrer Einladung die Möglichkeit, sich selbst darzustellen. „Dafür bietet der Kirchentag die beste Plattform“ erklärte der Auslandsbischof der EKD, Martin Schindehütte, „und hoffentlich nutzen viele Kirchentagsbesucher die Gelegenheit, sich ein Bild von der Kirche in China zu machen“. Alle Besucher erhalten als Andenken kostenlos eine Sonderausgabe des Lukasevangeliums auf Deutsch und Chinesisch, die auch zur „Fürbitte für die Durchführung der Olympiade 2008 in Peking“ auffordert.

Insgesamt werden etwa 30 Gäste aus der Volksrepublik China am Kirchentag in Köln teilnehmen. Das Interesse am Kirchentag war so groß, dass auf den kommenden Kirchentagen mit einer noch stärkeren Präsenz zu rechnen sein wird. „Wir Chinesen lieben Großveranstaltungen“, meinte ein Mitglied der Delegation voller Vorfreude.