Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag

Der diesjährige Weltflüchtlingstag hat das Motto „Hoffnung“

19. Juni 2007

Flüchtling im Kosovo

„Wenn all die Millionen Flüchtlinge etwas gemeinsam hatten, denen UNHCR in den vergangenen 55 Jahren geholfen hat, dann, dass sie nie die Hoffnung aufgaben, auch wenn sie alles verloren hatten,“ so Flüchtlingskommissar António Guterres.

Er unterstrich gleichzeitig die Notwendigkeit, mehr als 5 Millionen Flüchtlingen, die fünf oder mehr Jahre im Exil ausharrten, Mut zuzusprechen. „Jeder kann dazu beitragen, geflohenen Menschen Hoffnung zu geben – von einem Willkommensgruß und einem Lächeln für die Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft bis hin zur Unterstützung der vielen humanitären Organisationen, die vor Ort helfen. Der Weltflüchtlingstag ist ein Teil unserer gemeinsamen Bemühungen. Am 20. Juni versammeln wir uns, in Städten ebenso wie in abgelegenen Flüchtlingslagern, um die Hoffnung der Flüchtlinge zu würdigen – und um ihnen zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen.“

Zwar sei die weltweite Zahl der Flüchtlinge seit 2001 um 31 Prozent gesunken, sagte Guterres, dennoch ständen viele Rückkehrer vor einer düsteren Zukunft. „Die internationale Gemeinschaft schulde rückkehrenden Flüchtlingen mehr als nur einen Kochtopf und ein Händeschütteln, wenn sie die Grenze überqueren. Wir müssen weiterhin ihre Rückkehr und Reintegration fördern und die Gemeinden unterstützen, in die sie zurückkehren.“

Besonders wichtig seien, so Guterres, friedensschaffende Maßnahmen. Die Europäische Union mahnte der Flüchtlingskommissar „eine tragende Rolle bei den Bemühungen zu spielen, die Kluft zwischen Nothilfe und Entwicklung zu überbrücken, so dass Institutionen aufgebaut, ehemalige Feinde versöhnt und Flüchtlingen und Vertriebenen die Rückkehr ermöglicht werden könne. Das wäre wirklich etwas, das am Weltflüchtlingstag gefeiert werden könne.“

Im Jahr 2000 beschloss die UN-Vollversammlung, aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Ratifizierung der Genfer Flüchtlingskonvention den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag zu machen.

Weltweit werden an diesem Tag viele Aktionen durchgeführt, um auf die besondere Situation und die Not von Flüchtlingen weltweit aufmerksam zu machen.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages 2006 stellen wir eine interaktive Website vor, die über das schwierige Leben von Menschen auf der Flucht informiert. Besuchen Sie unter http://www.ein-tag-im-fluechtlingslager.org/ ein Flüchtlingslager und sehen Sie, welche Hilfsmaßnahmen dort innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden.

EKD-Pressemitteilung "Europa muss Verantwortung für das Schicksal von Flüchtlingen übernehmen"