Student will Kindern vom Glauben erzählen

Kinderbetreuung im Kirchenamt der EKD

01. August 2007

Bereits zum zweiten Mal findet die Kinderferienbetreuung statt. Zwei Wochen in den Sommerferien wird für die Kleinen der Mitarbeitenden des Kirchenamtes der EKD ein Angebot gemacht. Im Gemeindehaus der Herrenhäuser Kirche, sind die Kleinen den Tag über untergebracht. Elf Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren nehmen in diesem Jahr teil.

Tom Weber wurde mit der Betreuung der Kinder beauftragt. Er ist Student an der „Evangelischen Fachhochschule Hannover“ und will Diakon werden. Momentan kümmert er sich in seinen Ferien um die Kleinen. Für den Beruf des Diakons hat er sich entschlossen, weil er gerne „Kinder und Jugendliche für Gottes Werk und seine Taten begeistern“ will. Der Kontakt mit Kindern ist ihm sehr wichtig. Da er bis jetzt wenig Erfahrung mit Kindern unter sieben Jahren hatte, freut er sich um so mehr, zwei Wochen lang diese Kinder kennen zu lernen. „Für mich ist es nicht nur ein Ferienjob, sondern eine wichtige Station, in der ich religionspädagogisch arbeiten und schon mal einwenig Praxiserfahrung für meinen späteren Beruf sammeln kann", sagt Tom Weber. Dabei ist ihm der Umgang mit Kindern in dieser kirchlichen Umgebung von großer Bedeutung, denn „Kirche ist der Rahmen, vom Glauben erzählen zu können".

Vormittags werden mit den Kindern Ausflüge unternommen, zum Beispiel in die Herrenhäuser Gärten oder in den Tiergarten in Hannover-Kirchrode. „Auf Sealife, das neue Meeresaquarium am Rand der Herrenhäuser Gärten, freuen sich die Kinder ganz besonders", so Weber. Zur Mittagszeit haben die Kleinen täglich die Gelegenheit, mit ihren Müttern oder Vätern in der Betriebskantine des Kirchenamts zu essen. An einem großen Tisch können Sie dabei erzählen, was für tolle Sachen sie gemacht haben.

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sind von der Kinderferienbetreuung begeistert. Sie sehen die Betreuung nicht nur als Entlastung für sich, sondern als einen „echten Gewinn für ihre Kinder.“ Es ist ihnen wichtig, dass die Kinder in Gemeinschaft basteln, spielen und mit der Bibel und ihren Geschichten konfrontiert werden. Außerdem komme es den Eltern darauf an, dass die Betreuer anders auf die Kinder eingehen, als im Kindergarten. Es soll ein besonderes Erlebnis für die Kleinen werden, das ihnen in Erinnerung bleiben wird.

Tom und seine beiden Kolleginnen, Julia Schorr und Sandra Schwebe, versuchen die Wünsche der Eltern umzusetzen und bieten den Kleinen viel Abwechselung. Von 8 bis 16:30 Uhr können die Kinder neben den Ausflügen auf dem Spielplatz toben und spielen, aber auch mal eine Pause machen, basteln, biblische Geschichten hören oder Lieder singen.

Die beiden Wochen sind je mit einem unterschiedlichen Motto überschrieben. Das Motto der ersten Woche „Alles was lebt und webt. Gott hat uns kunstvoll gemacht“, wurde gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Die Kinder hatten Gelegenheit Spinnennetze zu basteln, eine Erzählung von Paulus und Lydia zu hören und zwischendurch mit Begeisterung zu weben. In dieser Woche erwartet die Kinder die wundersame Geschichte des Jona und anschließend die Möglichkeit, den großen Fisch, der Jona verschlungen hatte, zu basteln.

Nächstes Jahr soll die Kinderferienbetreuung fortgesetzt werden. „So wie es aussieht, werde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein,“ freut sich auch schon Tom Weber.