Sibiu: Feiern, beten und diskutieren

EöV 3 wird eröffnet

04. September 2007

Zwei junge Mädchen entfalten ein Plakat vor der Stadtkirche mit dem Schriftzug 'Welcome to Sibiu'

Mit einem bunten Begrüssungsfest in der historischen Altstadt von Sibiu/Hermannstadt wird am Dienstag, 4. September, die 3. Europäische ökumenische Versammlung (EöV3) offiziell eröffnet. Neben Grussworten von Vertretern der gastgebenden Organisationen, der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), steht die Begegnung der Teilnehmenden im Vordergrund. Auf den drei grossen Plätzen in der Innenstadt wird getanzt, musiziert, gegessen und getrunken. Die persönliche Begegnung der Menschen ist ein wichtiger Aspekt der Versammlung, sagt Colin Williams, KEK-Generalsekretär. “Wir müssen uns besser kennen lernen und erfahren, welche Freuden, Sorgen und Hoffnungen die anderen beschäftigen.”

In den nächsten Tagen erwartet die Delegierten ein dichtes Programm mit vielen verschiedenen Themenfeldern. Die Begegnung  von Ost und West, die Herausforderung der Säkularisierung und die Identität der Kirchen gehörten für ihn zu den wichtigsten Themen der Versammlung, erklärte Aldo Giordano, Generalsekretär der CCEE, zum Auftakt. Auch Terrorismus, der Klimawandel und die Bioethik zählten heute zu den Dingen, mit denen die Kirchen sich beschäftigen müssten. “Christen können selbstbewusst und hoffnungsvoll feststellen: Wir haben Europa etwas zu sagen”, erklärte der Präsident der KEK, Jean-Arnold de Clermont. Als Beispiel nannte er ein Wiederaufforstungsprogramm in Rumänien, das durch freiwillige Beiträge der Teilnehmenden gefördert wird. Ausserdem hoffe er, “dass ein Impuls von Sibiu ausgehen wird, dass wir mehr zusammen beten, mehr zusammen singen, mehr zusammen die Bibel lesen und mehr zusammen auf den Heiligen Geist hören.”

1.538 Delegierte der europäischen Kirchen werden in Sibiu/Hermannstadt erwartet, hinzu kommen 44 Gäste und 23 Personen, die Vorträge halten. Für den reibungslosen Ablauf der Konferenz sorgt ein Team aus 42 Personen, das unterstützt wird von 116 Stewards und 300 Freiwilligen. 300 Journalisten haben sich angemeldet, um über die Plenarsitzungen, Diskussionsforen und sonstigen Veranstaltungen zu berichten. Teil der offiziellen Liste sind ebenso 46 Künstler, die für das Rahmenprogramm sorgen. 15 Uebersetzer kümmern sich darum, dass die Texte in den fünf Konferenzsprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch zur Verfügung stehen.