WM-Freundschaftsband trägt Trauerrand

7. Januar 1998

Die gewalttätigen Ausschreitungen während der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich haben spätestens seit den Vorfällen in Lens gezeigt, daß sich eine neue, brutale Gewaltform entwickelt hat, die mit dem Verlauf von Fußballspielen nichts mehr zu tun hat. Die Gewalt ist aus den Stadien nach draußen gewandert, in die Stadtbereiche hinein. Die früher zu beobachtende "Fußball-Randale" war oft der (alkoholisierte) Ausdruck falsch verstandener Fangefühle für den "eigenen" Verein, die "eigene" Mannschaft. Oft gerade nach Spielen, die bis zum Schlußpfiff besonders hart geführt wurden. Was wir heute aus Frankreich in den Medien sehen, ist eine eiskalt kalkulierte und geplante Gewalt, die mit Sport und Fußball im besonderen nichts zu tun hat. Der Sportpfarrer der EKD, Klaus-Peter Weinhold, Hannover, hat in einem Schreiben an die protestantische Partnerkirche in Frankreich die Anteilnahme der EKD für die Betroffenen ausgedrückt.