„AUS 2 MACH 3“

Gemeinden können mit Phantasie Spenden für ihre Kirche sammeln

16. Oktober 2007

Restaurierungsarbeiten in der Kirche in Berka

Sie zählt zu den schönsten Bauten ihrer Art in Thüringen: Die Kirche in Berka vor dem Hainich wurde im Jahr 1752 im Rokokostil erbaut und stellt einen einheitlichen Bau mit einer reichen künstlerischen Ausstattung dar. Der Kirchenbau ist aufgrund seiner künstlerischen Gestaltung eine Einmaligkeit im thüringischen Raum.

Den Hauptraum bildet ein rechteckiger Emporensaal mit stark abgeschrägten Ecken an der Altarseite. An beiden Längsseiten befinden sich zweigeschossige Emporen mit je einer Herrschaftsloge und Schmuckornamente an ihren flachen Decken, an der Westseite die Orgelempore. Aus einer eindrucksvollen, hohen Säulenwand hinter dem Altar wölbt sich die Kanzel balkonartig hervor. An den Seiten ergänzen zwei lebensgroße Bilder der Apostel Petrus und Paulus die reiche Gestaltung des Altarraumes. Das Taufbecken ist in Form einer Rokokovase gestaltet.

In einem Brief an die Stiftung KIBA heißt es: „Für unsere Kirche, um die wir uns seit Jahren im Verein, Kirchengemeinde und mit Hilfe guter Freunde und anderer Vereine des Dorfes mühen, kam die Aktion AUS 2 MACH 3 genau zum richtigen Zeitpunkt“. So  beschreibt Christina Voigt, die Pastorin der kleinen Gemeinde in Berka vor dem Hainich, die Freude in dem Ort, dass die Kirche zu den ausgewählten Projekten der letzten Aktion „AUS 2 MACH 3“ gehörte. Viel haben sich die 20 teilnehmenden Kirchengemeinden einfallen lassen, um in einem halben Jahr kreativ und überzeugend Spenden für ihr Projekt zu sammeln. Der Rotary Club in Lüdenscheid zum Beispiel veranstaltete für die Rokokokirche in Berka in Zusammenarbeit mit einem Kölner Auktionshaus eine Kunstauktion – 70.000 Euro kamen dabei zusammen.

In Rothenburg ob der Tauber musste im Rahmen der Sanierung die Treppe am Haupteingang der St.-Jakobs-Kirche teilweise erneuert werden. Dafür suchte – und fand - man zahlreiche Paten, die für jede Stufe 840 Euro spendeten. Als Dank für das Engagement der Stiftung KIBA wurde in einer dieser Stufen nun auch der Name der Stiftung in den Stein eingraviert – und erinnert an die vielen Spenden an die KIBA, die zur Sanierung beigetragen haben.

Das Ergebnis der letzten Aktion „AUS 2 MACH 3“ war überwältigend: Fast 680.000 Euro kamen in den Gemeinden zur Rettung der Kirchen zusammen. Von der „KIBA“ kamen noch einmal gut 303.000 Euro als Bonus dazu.

Bis zum 30. November 2007

müssen interessierte Kirchengemeinden bei der KIBA ihre Anträge eingereicht haben. Von Mitte März bis Ende September 2008 können diesmal 30 Kirchengemeinden mit der KIBA und mit viel Phantasie und Elan Spenden für Ihr Gotteshaus sammeln, wenn dort für 2009 eine Sanierung geplant ist. Dabei kann es sich um eine Baumaßnahme an Dach und Fach, an historischen Kirchenfenstern oder der denkmalgeschützten Innenausstattung wie Altar, Kanzel, Taufstein, Gestühl und Glocken. Aber auch die Reparatur einer historischen Orgel kann gefördert werden. Für jeweils 2 Euro, die die Gemeinden als Spenden einwerben, kommt von der Stiftung KIBA 1 Euro dazu, bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro.