4. Tagung der Synode eröffnet

7. November 1999

Mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche  zu Leipzig wurde heute die 4. Tagung der 9. Synode der EKD eröffnet. In Anwesenheit des Bundeskanzlers Gerhard Schröder erinnerte der sächsische Landesbischof Volker Kreß in seiner Predigt besonders an die doppelte historische Bedeutung des 9 November: die des Jahres 1938 mit der schrecklichen Pogromnacht und die des Jahres 1989, dem Tag des Mauerfalls. Zu Beginn der Plenarverhandlungen hörten die Synodalen Grußworte des sächsischen Sozialministers Hans Geisler, des Vertreters des Zentralrates der Juden in Deutschland, Michel Friedman, des Leipziger Oberbürgermeisters Wolfgang Tiefensee und von Bundeskanzler Schröder.

Schwerpunktmäßig ging Schröder auf die wirtschaftliche und soziale Situation in der Bundesrepublik Deutschland ein, erwähnte dabei ausdrücklich das Gemeinsame Sozialwort der Kirchen und erinnerte daran, dass diese Thematik Bedeutung gleichermaßen für Kirche und Staat habe. Der Kanzler zeigte sich erfreut über die Sonntagskampagne der EKD und versicherte, dass die Bundesregierung alles tun werde, um den Sonntag als hohes Gemeingut zu erhalten. Er rief aber die Kirchen auch dazu auf, sich im Blick auf die Formulierung der Europäischen Charta zusammen mit dem Staat für die Erhaltung der Kulturgüter unserer Gesellschaft einzusetzen. Den vollen Wortlaut der Grußworte werden Sie noch heute über das Internet abrufen können.



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