Bundespräsident Johannes Rau besuchte Synode

Synode befasst sich mit Geschichte und Zahlen

9. November 1999

Mit einem besonderen Highlight begann der 3. Verhandlungstag der EKD-Synode in Leipzig: Bundespräsident Johannes Rau besuchte die Synode und sprach ein Grußwort, in dem er in besonderer Weise die Ereignisse des Herbstes 1989 würdigte. "Wir sollten dankbar sein und nicht fehlendes Glockengeläut reklamieren", sagte Rau. Nicht nur auf die Ereignisse des 9. November 1989, sondern auch auf die Vorgeschichte der unblutigen Revolution in Deutschland ging der ehemalige Superintendent von Leipzig, Friedrich Magirius, in seinem Vortrag zum 10. Jahrestag des Herbstes 1989 ein. Die Synode wird sich im Verlauf des Tages vor allem mit dem Haushaltsplan für das Jahr 2000 befassen. Mit Spannung erwarten die Synodalen und Journalisten im Rahmen der Haushaltsdebatte die Diskussion über die Existenz der evangelischen Wochenzeitung "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt (DS)". Ein Beschluss wird allerdings nicht vor Donnerstag zu erwarten sein. Der Bericht "Gewalt gegen Frauen" und die Themenplanung der Synode für das Jahr 2000 runden das Geschehen ab. Der Tag klingt - im wahrsten Sinne des Wortes - für die Synode im Gewandhaus zu Leipzig aus. Die Synodalen werden auf Einladung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) die Uraufführung eines chorsinfonischen Werkes erleben, das sowohl an den Mauerfall im Jahr 1989, als auch an die Pogromnacht 1938 erinnern soll.