Drei Mal fließt Wasser

E-wie-Evangelisch über die Taufe

24. Juni 2009


„Willkommen im Club der Christen“, das sei die Taufe, erläutert die neueste Folge der Comic-Videoserie „E-wie-Evangelisch“ aus der Videobastelstube des Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn). Für die EKD produziert die Privatrundfunkagentur in Hannover alle zwei Wochen einen zweieinhalbminütigen Comic-Videoclip, in dem ein bekannter Vertreter des deutschen Protestantismus einen wichtige theologischen Begriff erklärt. Dieses Mal erklärt der Beauftragte der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Bernhard Felmberg, die Taufe.

Und mit der Darstellung dieses christliche Festes schon wurde es für das Produzententeam ein wenig aufwendiger: Neben den Menschen auf der Straße, die ihre Erklärung des jeweiligen Begriffes geben, und dem Theologen, der es dann richtig erklärt, brauchte es eben auch Eltern, Paten und eine taufende Pastorin für die Bilder. Und da zwar nachher alles als Comic gezeichnet wirkt, braucht es vorher reale Filmaufnahmen, nicht bei irgendeiner Taufe in einem Gottesdienst – das hätte nur gestört – sondern nachgestellt mit Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion und einer richtigen Pastorin.

Herausgekommen ist eine treffende Erklärung mit besorgt schauenden Eltern, erfreuten Paten und einem schreienden Kind, denn – wie Bernhard Felmberg erklärt – es fließt drei Mal Wasser über den Kopf des Täuflings. Getauft wird im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die Taufe der Christen heutzutage erinnert an die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer – und wie damals im Fluss hat das Wasser bei der Taufe eine doppelte Bedeutung: „Auf der einen Seite ist die Kraft des Wassers etwas zerstörerisches, auf der anderen Seite hat die Kraft des Wassers diesen reinigenden Aspekt. Beides bildet das Wasser in der Taufe gleichsam ab: Es zerstört den alten Menschen, der in der Sünde ist, und es erfrischt einen so, dass man quasi mit neuen Kleidern dasteht – man ist ein neuer Mensch,“ erklärt Bernhard Felmberg. Und weil bei der Kindertaufe das Neugeborene dies noch nicht wissen kann, setzt die christliche Gemeinde Paten ein, die in Vertretung für alle für das Kind bis zur Konfirmation da sind – sozusagen als „Powerpack neben den Eltern“, fasst der Berliner Theologe zusammen.

Die Taufe ist das alle Christen verbindende Symbol, deshalb haben die christlichen Kirchen in Deutschland im April vor zwei Jahren im Magdeburger Dom sich feierlich zugesagt, die Taufe gegenseitig anzuerkennen (http://www.ekd.de/aktuell/53591.html). Sozusagen: Einmal getauft, für immer getauft. Zu sehen, gibt es die Informationen über die Taufe auf dem neuesten Comic-Videoclip „E-wie-Evangelisch“ und dies nicht nur www.ekd.de, sondern auch auf den Internetportalen von YouTube, Clipfish, Sevenload und iTunes und bei Hitradio Antenne Niedersachsen (http://www.antenne.com/). Dort wird auch die Radioversion angeboten – also eine Erklärung „nur“ für die Ohren. Selbstverständlich gibt es beides auch beim Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen – www.ekn.de. Technisch sind die kurzen Filme und Radiobeiträge nicht nur im world wide web anzuschauen, sondern auch dazu geeignet, auf ein Handy und einen MP3-Player herunter geladen zu werden.

Und wer mehr über die Taufe wissen möchte, kann dies nachlesen in „Die Taufe. Eine Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis der Taufe in der evangelischen Kirche“, herausgegeben im vergangenen Jahr vom Rat der EKD und zu  bekommen in jeder Buchhandlung oder direkt bei www.bibli.com