Anregen – berichten – austauschen

Kirchenmitarbeitende auf neuem Praxisportal vernetzt

20. Mai 2010

Logo des Portals geistreich.de

In einer Kirchengemeinde unterrichten junge Menschen die älteren: in einem Computerkurs. Wie das am besten funktionieren kann berichtet bereits ein Nutzer von „Geistreich“. Kurze Zeit  später melden sich andere zu Wort, die Ähnliches in ihrer 500 Kilometer entfernten Gemeinde organisieren und sich austauschen möchten.

Am 20. Mai wird das Praxisportal „geistreich“ frei geschaltet. Es soll die rund eine Million ehren- und hauptamtliche Kirchenmitarbeiter in Deutschland vernetzen und einen direkten Erfahrungsaustausch ermöglichen.

„Landauf, landab entwickeln Haupt- und Ehrenamtliche neue Ideen, probieren aus, entdecken neu“, sagt Katrin Göring-Eckardt, Präses der Synode der EKD, zum Start von „Geistreich“. „Eine Kirchengemeinde in Bayern kann hier erfahren, wie ein Gemeindeladen in einer norddeutschen Gemeinde entwickelt wurde. Und die Westfalen lernen von den Sachsen“, so Göring-Eckardt. So komme der Reformprozess der EKD in den Gemeinden an.

Das Praxisportal ist in drei Bereiche unterteilt. Unter „ideenreich“ kann jeder Nutzer Fragen stellen und frei diskutieren. Konkreter wird es in der Rubrik „erfahrungsreich“. Hier können Projekte beschrieben werden und es wird zum Beispiel erklärt, wie ein Tatort-Gottesdienst organisiert werden kann. „wissensreich“ ist die dritte Kategorie der Seite. Wie beim Online-Lexikon Wikipedia werden kirchliche Projekte einfach und kurz erklärt.

„Gute Ideen, die bereits an einem Ort erprobt worden sind, lassen sich oft ganz einfach übertragen“, erklärt Pastor Christoph Römhild, Projektleiter für „Geistreich“ das Konzept. Das Praxisportal fand bereits in der Pilotphase rege Beteiligung. Zudem ergab eine Studie des Instituts für Wissensmedien in Tübingen, dass die Mehrheit der befragten Kirchenmitarbeiter sehr an einem überregionalen Austausch interessiert ist.

Projektpartner von „Geistreich“ sind die EKD, die FernUniversität Hagen und das Institut für Wissensmedien in Tübingen. Die wissenschaftlichen Institute werden in den kommenden Jahren anhand von „Geistreich“ erforschen, wie Technologien und Teilnahmeprozesse des Web 2.0 den Austausch über gute Praktiken der Kirche fördern und so zur Weiterentwicklung führen können.



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