Fast 67.000 Unterschriften für Finanztransaktionssteuer

In Bayern und Baden hatten die Landeskirchen in ihren Gemeinden Unterschriften gesammelt

05. November 2011

Eine bayerische Kirchendelegation hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin eine Petition mit 66.837 Unterschriften zur Einführung der Finanztransaktionssteuer übergeben. Wie der Finanzchef der bayerischen Landeskirche und Hauptinitiator der Aktion, Claus Meier, am Dienstag sagte, sei der Finanzminister „erfreut gewesen über die kirchliche Unterstützung für sein politisches Handeln in diesem Punkt“.

In Bayern und Baden hatten die Landeskirchen in ihren Gemeinden Unterschriften gesammelt. Allein in Bayern hatten sich den Angaben zufolge rund 1.000 der 1.540 evangelischen Kirchengemeinden an der Aktion beteiligt. Unterschriften kamen auch aus Wittenberg, Halle, Kiel und der mecklenburgischen Kirche. Gleichzeitig mit der Petition überreichte das Bündnis „Steuer gegen Armut“ Listen mit 171.000 Unterschriften, die ebenfalls eine Steuer auf spekulative Börsengeschäfte fordern.

Durch die Finanztransaktionssteuer würden Spekulationen unattraktiver, argumentierte die Geschäftsführende Oberkirchenrätin in der badischen Landeskirche, Barbara Bauer. Der Finanzsektor werde dadurch angemessen in die Besteuerung einbezogen. Dadurch würden Ressourcen gewonnen für andere wichtige politische Aufgaben. Zugleich forderte Bauer, die neuen Steuereinnahmen, die sich nach Schätzungen auf 12 Milliarden Euro belaufen sollen, müssten vor allem für den Schuldenabbau verwendet werden. (epd)

 

„Darum brauchen wir eine Finanztransaktionssteuer!“

bayern-evangelisch.de warb auch auf YouTube mit einem Video für die Kamapagne