Menschenrechtspreis für französischen Sektenbeauftragten

Leipzig (epd). Für seinen «Kampf gegen Sekten» soll der Sektenbeauftragte der französischen Regierung, Alain Vivien, mit dem undotierten Leipziger Menschenrechtspreis 2002 ausgezeichnet werden. Die Laudatio auf der Festveranstaltung werde der bayrische Innenminister Günther Beckstein (CSU) halten, teilte das «Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA» in Leipzig mit. Der sozialistische Politiker hat den Angaben zufolge 1983 im Auftrag des damaligen französischen Ministerpräsidenten Pierre Mauroy den ersten Situationsbericht über die Einflüsse von Sekten und totalitären Gruppierungen auf die französische Gesellschaft erstellt. Als Sektenbeauftragter setzte er zudem ein Gesetz durch, dass Opfer von Scientology und vergleichbaren Organisationen schützt. Das international zusammengesetzte «Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee» versteht sich als Anti-Scientology-Organisation.



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