Robert Leicht: Gott war zuerst bei den Juden

B e r l i n (idea) – Wo immer Christen Antisemitismus und Antijudaismus dulden, sind sie nicht mehr bei Gott. Das schreibt der Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, EKD-Ratsmitglied Robert Leicht, im Berliner “Tagesspiegel”. An der heutigen Antisemitismusdebatte habe auch die vorherige jahrhundertelange Ausgrenzung der Juden durch die Kirchen Mitschuld, so Leicht. Daher müßten die Christen heute beim Volk Gottes stehen: “Und das ist, jedenfalls für Christen, nicht ohne Juden zu denken.” Ein wahrer Christ könne nicht vergessen, daß seine Gottesbeziehung aus dem Judentum entstanden sei. Leicht: “Gott kann nicht bei den Christen sein, ohne zugleich und zuvor auch bei den Juden zu sein.”



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