20.000 Frauen demonstrierten in Kolumbien für den Frieden

Bogotá (epd). In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá haben am Donnerstag (Ortszeit) rund 20.000 Frauen für den Frieden demonstriert. Sie forderten Verhandlungen zur Beendigung des jahrzehntelangen Kriegs zwischen linksgerichteter Guerilla, rechtsextremen Paramilitärs und der Armee, berichtete die Tageszeitung «El Tiempo» am Freitag.  Kritisiert wurden vor allem die Pläne des designierten Präsidenten Alvaro Uribe, eine Million Bürger als Polizeispitzel einzusetzen. Uribe löst am 7. August Andrés Pastrana im Präsidentenamt ab. Der Staat dürfe auf keinen Fall die Zivilbevölkerung in den Konflikt hineinziehen, sagte die mehrfach bedrohte Menschenrechtsaktivistin Yolanda Becerra aus Barrancabermeja. 600 Frauenorganisationen aus dem gesamten Land hatte zu dem Protest aufgerufen. Unter den Teilnehmerinnen waren Menschenrechtlerinnen, Indianerinnen und Angehörige von Kriegsgefangenen in der Gewalt der Guerilla.



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