Hessens Europaminister für Gottesbezug in EU-Verfassung

Wiesbaden (epd). Hessens Europaminister Jochen Riebel (CDU) hat sich dafür eingesetzt, in der künftigen europäischen Verfassung einen Gottesbezug aufzunehmen. Ähnlich wie im deutschen Grundgesetz sollte ein solcher Bezug auf Gott in der Präambel des Verfassungsvertrages verankert werden, schlug der Chef der hessischen Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden vor.

Zur Begründung seines Vorstoßes sagte Riebel, die EU sei eine Wertegemeinschaft, die ihre Wurzeln in der von Christentum und Judentum geprägten europäischen Geschichte habe. Menschenwürde, Freiheit und Toleranz seien maßgeblich vom christlichen und jüdischen Verständnis des Menschen als Geschöpf Gottes bestimmt. Diese Traditionen seien auch für die Zukunft Europas aktuell.

Deshalb müsse die Wertegebundenheit europäisch-abendländischen Handels in der Präambel des Verfassungsvertrages zum Ausdruck kommen, so Riebel. Eine Aufnahme eines Gottesbezuges wird ebenfalls von christdemokratischen Europaabgeordneten sowie den europäischen Kirchen befürwortet. Die Grundgesetzpräambel enthält die Formulierung «im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen...».



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