EKD-Ratsvorsitzender: Aids bleibt gefährliche Bedrohung

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, hat vor nachlassenden Anstrengungen bei der Bekämpfung von Aids gewarnt. Auch in Deutschland sei die Immunschwächekrankheit nach wie vor eine gefährliche Bedrohung, erklärte Kock am Mittwoch in Hannover anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. «Die Aufklärungsarbeit in den Schulen muss mit unvermindertem Einsatz fortgeführt werden», so der Repräsentant von 26,6 Millionen Protestanten.

Der rheinische Präses Kock verwies auch auf die «dramatische Entwicklung» im südlichen Afrika. Allein im vergangenen Jahr seien in der Region 2,3 Millionen Menschen an Aids gestorben, 3,5 Millionen hätten sich neu infiziert. «Wir müssen uns nach Kräften dafür einsetzen, dass dieses Thema nicht von der Tagesordnung verschwindet», betonte Kock.

Nach Angaben des UN-Programms gegen Aids (UNAIDS) haben sich in diesem Jahr weltweit etwa fünf Millionen Menschen neu mit dem HI-Virus angesteckt. Zurzeit sind demnach weltweit 42 Millionen Menschen HIV-positiv, zwei Millionen mehr als vor einem Jahr. Mehr als zwei Drittel der Infizierten leben in Schwarzafrika. Bislang starben den Angaben zufolge 2002 weltweit drei Millionen Menschen an Aids.



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