Libanon steht im Mittelpunkt des Weltgebetstags der Frauen 2003

Fürth (epd). Der Libanon steht im Mittelpunkt des Weltgebetstags der Frauen am 7. März 2003. Unter dem Motto «Heiliger Geist, erfülle uns» soll auf das vom Nahost-Konflikt betroffene Land aufmerksam gemacht werden, teilte das deutsche Weltgebetstags-Komitee am Montag in Stein bei Fürth mit. Die Liturgie wird von libanesischen Frauen gestaltet.

Auch nach Abzug des israelischen Militärs aus dem Süden des Landes sei im Libanon kein beständiger Frieden eingekehrt, hieß es weiter. Zudem müssten mehr als 500.000 Palästinenser zum Teil schon seit drei Generationen in libanesischen Flüchtlingslagern unter schwierigsten Bedingungen leben.

Mit der in Deutschland gesammelten Kollekte der Gottesdienste werden Frauenprojekte im Libanon, in Ländern Südost- und Osteuropas, Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und des Pazifischen Raums unterstützt. Wie das Weltgebetstags-Komitee weiter mitteilte, konnten im Jahr 2002 insgesamt 235 Frauenprojekte in 82 Ländern mit einer Gesamtsumme von rund drei Millionen Euro gefördert werden.

Der alljährlich am ersten Freitag im März begangene Weltgebetstag gilt als die größte ökumenische Laienbewegung weltweit. Die Idee stammt aus den USA. Dort versammelten sich 1887 Christinnen zu einem ersten Gebetstag. 1946 riefen US-Amerikanerinnen in Berlin deutsche Frauen zur Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Seit 1949 wird dieser Tag auch in ganz Deutschland begangen.



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