EKD-Beauftragter fordert mehr Sensibilität in Beratungssendungen

Hamm (epd). Der Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bernd Merz, hat die Moderatoren von Beratungssendungen zu mehr Sensibilität aufgefordert. Menschen, die in solchen Sendungen psychologische und seelsorgerliche Hilfe suchten, seien besonders verletzlich, schrieb Merz in einem Beitrag für die in Hamm erscheinende Neue Bildpost (Donnerstags-Ausgabe). «Beratungssendungen dürfen kein Forum für den Voyeurismus der Zuseher und -hörer sein», fügte Merz hinzu.

In den einschlägigen Shows müsse deutlich werden, dass die Gespräche auf dem Bildschirm nur ein vorläufiger Anstoß für eine echte Lösung sein könnten, so der EKD-Rundfunkbeauftragte. Die Produzenten sollten sich fragen, ob sie die Sendung machten, um Menschen zu helfen oder die Quote zu steigern.



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