Große Festreihe zur 800-Jahr-Feier des Magdeburger Doms geplant

epd-Logo Magdeburg (epd). Der 800. Jahrestag der Grundsteinlegung des Magdeburger Doms soll im kommenden Jahr mit einem umfangreichen Jubiläums-Programm gefeiert werden. Zu den Höhepunkten gehörten ein Festwochenende im April, eine Sonderausstellung über die Gotik sowie ein internationales wissenschaftliches Kolloquium, sagte Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) am Montag in Magdeburg. Der zwischen 1209 bis 1520 errichtete Dom ist die erste gotische Bischofskirche auf deutschem Boden und Grablege Kaiser Ottos des Großen (912-973).

In der Ausstellung unter dem Motto "Aufbruch in die Gotik" sollen ab 31. August kommenden Jahres im Magdeburger Kulturhistorischen Museum rund 200 mittelalterliche Textilien, Handschriften, Skulpturen und Goldschmiedekunst aus mehreren europäischen Ländern und den USA gezeigt werden. Als weitere Exponate sind Funde aus den zurzeit laufenden wissenschaftlichen Grabungen im Dom geplant. Die Archäologen erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Vorgängerbauten. Im Bereich des heutigen Doms wird eine um 955 von Kaiser Otto I. gegründete Kirche vermutet, die 1207 abgebrannt war.

Auf dem Programm stehen außerdem eine Festdekade im September, eine Konzertreihe "Orgelkunst" mit Organisten aus verschiedenen Ländern, kleinere Ausstellungen sowie eine "Predigtreihe nationaler und internationaler Kathedralen". Dazu sind jeweils einmal im Monat Delegationen mit Predigern aus europäischen Domen eingeladen. Darüber hinaus soll bis zum kommenden Jahr das komplette Inventarverzeichnis für den Dom fertiggestellt sein, das seit 2005 erarbeitet wird. Der Dom ist die einzige Kathedrale in Deutschland, die noch nicht über ein solches Kunstregister verfügt.


23. Juni 2008

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