EKD-Ratsvorsitzender: Verschwendung von Essen "schreit zum Himmel"

epd-Logo Düsseldorf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, beklagt zu Erntedank die Verschwendung von Lebensmitteln. In Supermärkten landeten täglich Berge von Obst und Gemüse im Müll, weil Kunden "Trauben oder Tomaten mit Druckstellen nicht mehr kaufen, obwohl sie für den Verzehr völlig unbedenklich sind", kritisierte Schneider, der auch Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ist, am Mittwoch in Düsseldorf: "Diese gedankenlose Verschwendung schreit zum Himmel."

Viele hätten in der Regel weit mehr in Kühlschrank und Keller, als sie wirklich an Nahrung zum Leben brauchen, gab Schneider zu bedenken. Viele Nahrungsmittel landeten auf dem Müll, "weil zum Beispiel Bäckereien eine Riesenauswahl an Brot produzieren, das gar nicht an einem Tag verkauft werden kann". Das Erntedankfest biete daher die Gelegenheit, aus Dankbarkeit für das tägliche Brot den eigenen Lebensstil zu hinterfragen.

"Mit dem Erntedankfest erinnern wir uns daran, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn unsere Arbeit auf dem Feld oder im Garten im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt", erklärte Präses Schneider weiter. Termin für Erntedank ist in der Regel der erste Sonntag im Oktober. Viele Gemeinden feiern das Schöpfungsfest aber bereits im September. Lange Zeit gab es keinen einheitlichen Festtermin, weil die Ernte nicht überall zur selben Zeit eingebracht wurde.

28. September 2011

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