EU-Parlamentspräsident und EKD-Ratsvorsitzender treffen sich in Berlin

epd-Logo Berlin (epd). Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sind am Montag in Berlin zu einem Meinungsaustausch zusammengekommen. Schneider würdigte Schulz nach dem einstündigen Treffen als engagierten Europäer und Kämpfer für die Rechte des Parlaments. Die demokratische Legitimation sei entscheidend für die Integration Europas, sagte Schneider.

Übereinstimmend warnten Schulz und Schneider vor einer weiteren Verschärfung der Flüchtlingspolitik. Europas Glaubwürdigkeit in Bezug auf Menschenrechte und Weltoffenheit werde auch daran gemessen, wie die EU mit ihren Außengrenzen und Flüchtlingen umgehe, sagte Schulz.

Die Flüchtlinge, die etwa auf der italienischen Insel Lampedusa oder in Griechenland stranden, müssten auf die EU-Länder verteilt werden, um die Lasten zu verteilen. Dies werde aber von den EU-Staaten nicht umgesetzt, kritisierte Schulz. Der Sozialdemokrat forderte die Kirchen auf, sich in der Flüchtlingspolitik auch weiterhin einzumischen. Er sprach eine Einladung an den EKD-Ratsvorsitzenden zu einem Besuch in Brüssel aus.

26. Juni 2012

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