Ausstellung in Wittenberg zeigt Wandel des Pfarrerbilds

Wittenberg (epd). Unter dem Motto "Gehrock, T-Shirt und Talar" steht eine Sonderschau in Wittenberg zur 200-jährigen Geschichte des evangelischen Predigerseminars in der Lutherstadt. Die Ausstellung im Augusteum zeige vom 2. Oktober bis 29. Januar "wie sich das Pfarrbild im Lauf der letzten zwei Jahrhunderte gewandelt hat", sagte die Direktorin des Seminars, Hanna Kasparick. Das Predigerseminar in Wittenberg wurde zum Reformationsjubiläum 1817 in Anwesenheit des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. eröffnet.

Das Seminar sollte nach der Fusion der Universitäten Wittenberg und Halle eine neuartige Bildungsstätte in Wittenberg werden. Es bereitete Absolventen des Theologiestudiums auf den anstehenden Pfarrberuf vor. Seither werden in Wittenberg Pfarrer, seit den 1970er Jahren auch Pfarrerinnen, auf Predigt, Seelsorge, Unterricht und Gemeindeleitung vorbereitet. Das Predigerseminar, ursprünglich im Augusteum untergebracht, zieht in das Wittenberger Schloss um. Bereits am Freitag gibt es einen Festgottesdienst und der Neubau wird offiziell in Empfang genommen. Die Schlosskirche ist seit 1817 Ausbildungskirche des Predigerseminars.

29. September 2016