Nagelkreuz mahnt zur Versöhnung

Präses Alfred Buß: In Christus wendet sich Gott allen Völkern zu.

Evangelische Kirche von Westfalen

18. Dezember 2006

Bad Oeynhausen. Weil Christen von Gott angenommen werden, können sie auch andere akzeptieren und ertragen. Diese biblische Aussage hat Präses Alfred Buß von der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am Sonntag (17.12.) auf das Beispiel der Versöhnung nach der Nazi-Aggression angewandt. Zum 50-jährigen Jubiläum der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen wurde dort ein Nagelkreuz aus der englischen Stadt Coventry überreicht.

Es ist ein Zeichen der Versöhnung, nachdem Coventry mit seiner gotischen Kathedrale 1940 durch einen deutschen Luftangriff zerstört wurde. Dabei starben 550 Menschen. Englische Christen setzten sich danach für Vergebung unter den Völkern ein und fanden großes internationales Echo. Seitdem erinnert in vielen Kirchen Europas ein Nagelkreuz an dieses Ereignis und mahnt zur Buße und Versöhnung.

„Ob Hoffnung einen wahren Grund hat, das erweist sich dann, wenn alles in Schutt und Asche liegt“, sagte der leitende Theologe der westfälischen Kirche in seiner Predigt. Beim gegenseitigen Annehmen, Verzeihen und Versöhnen gehe es um eine weltumspannende Botschaft. Denn: „In Christus wendet sich Gott allen Völkern zu. In Christus sind wir von Gott Angenommene, er schenkt uns Zukunft.“

Zwar solle man aussprechen, was nicht in Ordnung ist, und nichts Falsches schön reden. Aber in der Hoffnung auf Gottes Versöhnung könnten sich Menschen selbst bei schmerzenden Unterschieden und feindseligen Gegensätzen aushalten.

Pressestelle des Landeskirchenamtes
18. Dezember 2006


 



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