Kirche und Städte starten Initiative gegen Frauenhandel

Fototermin für Plakataktion: „Stoppt Zwangsprostitution“

Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen

31. Mai 2006

Die bundesweite Kampagne „Stoppt Zwangsprostitution“ startet jetzt auch in Sachsen-Anhalt. Kommenden Dienstag läuft in Magdeburg die Plakataktion an. Das erste Poster der Initiative – an der sich die Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland (EKM), die Beratungsstelle VERA der AWO Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg beteiligen – wird am 6. Juni im Rahmen eines Fototermins vor dem Alten Rathaus angebracht (10 Uhr, Alter Markt/ Jakobstraße). Das Plakatmotiv zeigt eine rote Karte mit dem Slogan der Initiative. Als Gesprächspartner nehmen an dem Pressetermin Editha Beier, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Magdeburg, und Heike Witzel von der EKM-Gleichstellungsarbeit teil.

„Stoppt Zwangsprostitution“ – Aktionen in Halle und Magdeburg:

Neben der Plakataktion werden im Juni und Juli außerdem in 80 Magdeburger Kneipen und Restaurants Postkarten mit dem Motiv der Kampagne „Stoppt Zwangsprostitution“ verteilt. In Halle startet die Initiative bereits am 2. Juni. In der Saale-Stadt werden statt der Plakate visitenkartengroße Infozettel an 70 Hallenser Gaststätten und Hotels ausgegeben. Darauf ist das Motiv der Plakataktion sowie die Internetadresse der Kampagne zu sehen. Träger der Aktion in Halle sind die Gleichstellungsarbeit der EKM und der Stadt.

Hintergrund zur Initiative „Stoppt Zwangsprostitution“:

Anlass für die Initiative gegen Zwangsprostitution ist die diesjährige Fußballweltmeisterschaft. Mit Plakaten und Postkarten sollen potentielle Freier für die Not der betroffenen Frauen sensibilisiert werden. Parallel dazu gibt es eine Hotline und eine Website. Initiatorin der Kampagne „Stoppt Zwangsprostitution“ ist die in Frankfurt am Main ansässige Vereinigung „FiM – Frauenrecht ist Menschenrecht“, die von einem Netzwerk aus regionalen und überregionalen Partnerorganisationen unterstützt wird. Schirmherrin der Initiative ist Heide Simonis, Vorsitzende von UNICEF Deutschland.

Weiteres Infomaterial und das Plakatmotiv sind auf der Website der Initiative unter www.stoppt-zwangsprostitution.de eingestellt.

Magdeburg, 31. Mai 2006

Oliver Vorwald
Pressestelle



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