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Calvin + Lupe

Der Mensch

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Spielte Calvin?

Es ist bekannt, dass sich Calvin hin und wieder am Kugelspiel (etwas Ähnliches wie Billard) beteiligte und sich mit den Ratsherren zum Schlüsselspiel traf. Dabei warf man reihum einen Schlüssel an den Rand eines Tisches, ohne dass er herunterfiel. Auch Karten- und Würfelspiele fand Calvin nicht grundsätzlich verwerflich; seine Erfahrung aber war, dass Glücksspiele mit Geldeinsatz manche Menschen süchtig machten. Das Genfer Verbot von Glücksspielen mit Karten oder Würfeln geht nicht auf Calvin zurück, sondern war schon Ende des 15. Jahrhunderts erlassen worden. Gleiches gilt für das Verbot von Tanz- und Karnevalveranstaltungen.

1546 unterstützte Calvin die Gaststättenreform des Stadtrats. Dabei wurden die üblichen Wirtshäuser geschlossen und durch christliche Gasthäuser unter Aufsicht des Magistrats ersetzt. Im Hintergrund standen weniger religiöse als vielmehr verteidigungsstrategische Gründe. Im Vorfeld des Schmalkaldischen Krieges gab es erste Gerüchte, ein Einmarsch der kaiserlichen Truppen stehe bevor. Deshalb sollte die Verteidigungsbereitschaft erhöht und dem möglichen Einsatz von feindlichen Spionen gewehrt werden. Die Genfer Bürger hatten wenig Verständnis für die Maßnahme, sodass die Schließung der Wirtshäuser nach zwei Monaten wieder aufgehoben wurde.

Achim Detmers


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 13. September 2011 14:28