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Warum Brandschutz?

Gefahren gehen nicht nur vom offenen Feuer oder Blitzeinschlag aus. Auch Mängel in elektrischen Anlagen und Geräten, die nicht offen sichtbar sein müssen, oder falsches, gedankenloses Verhalten können Unglücke nach sich ziehen.
Verschiedene Berichte über Brandereignisse in Presse und Internet weisen darauf hin:

04.08.2009: Museumskloster Dalheim
Die Polizei vermutet, das sich ein mit Holzöl getränktes Tuch zur Oberflächenbehandlung selbst entzündet hat und den Brand in der Ackerbergscheune auslöste. Schadenssumme: mehrere 10.000 Euro
27.12.2008: Ev.-Luth. St. Matthäuskirche, NürnbergBrand Lutherkirche Hannover
Vermutlich durch unsachgemäßes Aufstellen eines Heizlüfters brannte der Holzfußboden auf der Empore. Schadenssumme: ca. 50.000 Euro.
20.06.2007: St. Peter-Kirche Düsseldorf
Der Brand am Dachstuhl wurde durch unsachgemäße Lötarbeiten an der Dachrinne ausgelöst. In der Folge entstanden Löschwasserschäden. Schadenssumme: 5 Mio. Euro
26.01.2007: St. Martini-Kirche Holle
Wegen eines Defekts in einer Elektroverteilung im Altarbereich schlug vermutlich ein Lichtbogen in brennbares Material und die Kirche brannte aus.
18.11.2006: St. Antonius-Kindergarten
Ein Brandstifter setzte die Mülltonnen in Brand. Das Feuer griff auf den Vorbau des Kindergartens über. Schadenssumme: ca. 50.000 Euro
22.08.2006: Ev. Lutherkirche Hannover
Unsachgemäß aufgestellte Halogenstrahler konnten Dekostoffe und die Holzbalkenkonstruktion des Turms entzünden. Es entstanden Schäden an Mauerwerk, Läuteanlage und Orgel. Schadenssumme: 850.000 Euro
14.06.2005: Ev. Marienkirche in Stralsund
Brand am Kastengestühl wegen eines Defekts in der Elektroinstallation, Kirche stark verrußt. Schadenssumme: mind. 300.000 Mio. Euro.
23.01.2005: Ev. St. Johannis-Kirche in Göttingen
Nordturm wegen Brandstiftung ausgebrannt, Wasserschaden im Kirchenschiff. Schadenssumme 2-3 Mio. Euro.
26.10.2004: Ev. Kirche in Gedern
Vermutlich hat ein Tisch mit Gedenkkerzen Feuer gefangen. In der Folge brannte die darüber befindliche Empore, das Kirchenschiff verrußte.

Brände können immer und überall auftreten. Das Oberverwaltungsgericht in Münster stellte fest:
"Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss." (Zitat aus Urteil vom 11.12.87, Az.: 10 A 363/86)

Vorbeugen
Man kann Bränden vorbeugen bzw. Folgeschäden möglichst gering halten und so Mensch und Sachgüter schützen. Dazu dienen bauliche Maßnahmen und brandschutztechnische Ausstattungen. Der in der Regel alte Gebäudebestand der Kirchen entspricht oft nicht dem heutigen Stand der Sicherheitstechnik, kann aber verbessert werden. Desgleichen sind organisatorische Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass Fehlverhalten durch fehlende Absprachen und Kenntnisse bei den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen begünstigt wird.
Diese betreffen folgende Bereiche:

  • Feuerlöscheinrichtungen
  • Flucht- und Rettungswege
  • Brandschutzordnung

Brandschutz steht in Verbindung mit der Gewährleistung von Arbeitsschutz und allgemeiner Verkehrssicherheit.

Ihre Orts- bzw. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Evangelische Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS) stehen Ihnen gern beratend zur Verfügung. Kontaktadressen erfahren Sie unter Kontakt. Zum baulichen Brandschutz können Sie sich an die Mitarbeitenden der kirchlichen Bauämter wenden.
 

Weitere Informationen:
- Flucht- und Rettungswege
- Brandschutzordnung
- Feuerlöscheinrichtungen
- Rauchmelder