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Jehovas Zeugen
(Letzter Bericht: 5/2005, 190f) In der Vorbereitung auf die diesjährigen Bezirkskongresse der Zeugen Jehovas (ZJ) unter dem Motto „Gottgefälliger Gehorsam“ erschienen in der internen Schulungszeitschrift „Unser Königreichsdienst“ im Mai und Juni zwei kurze Artikel, die über die momentane Befindlichkeit dieser Gemeinschaft recht gut Auskunft geben. Die Artikel sind überschrieben: „Der Tag Jehovas ist nahe“ (Mai 2005, 1) und „Die Predigttätigkeit hilft uns auszuharren“ (Juni 2005, 1).
Der Mai-Artikel forciert in klassischer Manier die Endzeiterwartung. Manchen Hoffnungen zum Trotz ist und bleibt die nahe Endzeiterwartung (mit oder ohne Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts) das zentrale Moment, um das sich alles bei den ZJ und der Wachtturmgesellschaft (WTG) dreht. „Christen [d.h. ZJ; d. Verf.] wünschen ‚heiß’ oder sehnlich den Tag Jehovas herbei, an dem er das gegenwärtige System der Dinge vernichten und eine neue Welt der Gerechtigkeit schaffen wird.“ Und dieser „Tag Jehovas“ sei endlich (wieder einmal – so könnte man einwerfen) so nahe, dass nach der UNO, der letzten der angeblich acht Weltmächte aus der Johannesoffenbarung, die es in der Menschheitsgeschichte gebe, nur noch deren endgültiger Abstieg und schließlich die Vernichtung aller weltlichen Einrichtungen bleibe. Diese politischen Aussagen werden mit Artikeln aus dem „Wachtturm“ vom 1. Juni 2005 flankiert und konkretisiert. „Die Bibel warnt davor, die Lösung von menschlichen Institutionen zu erwarten. Sie sagt: ‚Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt’“ (Wachtturm vom 1.6.2005, 6). Lesen Sie weiter in unserer Printausgabe!
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Klaus-Dieter Pape, Heilbronn
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