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Kloster auf Zeit

Ich bin dann mal off!

Zeit. Vielleicht das kostbarste Gut, das wir heute besitzen. Keine Zeit zu haben, ist inzwischen fast zum Normalzustand geworden. Selbst Urlaub und Freizeitgestaltung nehmen mitunter Formen an, bei denen von Erholung und Entspannung keine Rede sein kann. Doch manche Menschen entziehen sich dem Alltags-Stress und quartieren sich für ein paar Tage im Kloster ein. "Kloster auf Zeit" nennt sich das, und die Zahl derer, die sich auf diese Form der Rückbesinnung einlassen, wächst.

Im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland existieren über 80 geistliche Gemeinschaften. Die meisten nehmen Gäste auf. Dabei sind die Möglichkeiten der Teilhabe am klösterlichen Leben sehr unterschiedlich. Manche Klöster bieten Einsteigerkurse an, in ihnen werden geistliche Inhalte vermittelt. In einigen Kommunitäten gibt es Töpfer-, Gärtner- und Malkurse, andere eröffnen die Gelegenheit für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Auch Häuser mit anerkannten Psychotherapien sind darunter. Selbst das Buchen einer Urlaubsunterkunft ohne Verpflichtung zur Teilnahme am geistlichen Leben ist möglich.

Gäste des Klosteralltages gewinnen oft ganz neue Zugänge zu Gebet und Meditationszeiten. Sie kommen durch den täglichen Umgang mit den Worten der Bibel in Kontakt zu den Glaubenserfahrungen der Väter- und Müttergenerationen. Daneben bietet das geschwisterliche Seelsorgegespräch einen geschützten Raum für Fragen, die am eigenen Lebensweg aufbrechen.

Wissenswert

Die Anzahl der Gäste, die eine Kommunität aufnehmen kann, ist stets begrenzt. Zum Teil sind die Angebote speziell nur für Frauen oder Männer bestimmt. Wer eine Auszeit im Kloster plant, sollte deshalb möglichst frühzeitig bei einer evangelischen Bruder- oder Schwesternschaft nachfragen.


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 10. März 2016 15:01