
Die Zehn Gebote
Erwin Grosche: Felicitas, Herr Riese und die Zehn Gebote. Ill. von Dagmar Geisler - Stuttgart : Gabriel, 2003. - ISBN 3-522-30033-5, geb. : 11,00 Euro
30 Geschichten rund um die Zehn Gebote erzählen von den Freiräumen des Lebens, die Gott den Menschen schenkt. Ein lohnendes und spannendes Buch, besonders geeignet zum Vorlesen und als Gesprächsstoff über die Grundfragen des Zusammenlebens. Zum Selberlesen ab 9J.
Regine Schindler: Die Zehn Gebote: Wege zum Leben. Ill. von Hannes Binder. – Düsseldorf: Patmos, 2006. – ISBN 3-491-79750-0, geb. : 16,90
In jeweils drei Schritten nähert sich die erfahrene Autorin dem einzelnen Gebot. Frei erzählt sie die biblische Geschichte (Mose empfängt die Gebote, die Geschichte vom goldenen Kalb …) und schließt dann ein Gespräch aus heutiger Zeit an. Hier fragen Kinder nach dem Gottesbild, nach dem Missbrauch seines Namens, nach der Bedeutung von Ehe- und Treueversprechen und suchen so nach der Bedeutung der Gebote für unser gegenwärtiges Leben. Als dritter Schritt schließt sich ein Gebet zu den Inhalten der Gespräche und Gebote an. Hervorzuheben sind die schwarzweißen eindrucksvollen Illustrationen von Hannes Binder, die die biblischen Geschichten visuell vertiefen. Das Buch bietet Kindern und Erwachsenen einen neuen Zugang. Zum gemeinsamen Lesen und Betrachten ab 8 J.
Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
Hermann Schulz: Ein Apfel für den lieben Gott. Ill. von Dorota Wünsch. – Wuppertal: Hammer, 2004. – ISBN 3-7795-0009-4, geb. : 13,90 Euro
Humorvoll beantwortet das Bilderbuch die durch und durch ernste Frage nach Gott. Gretchen ist ein Mädchen, das seine Eltern oft zur Verzweiflung bringt. Schließlich drohen sie mit dem lieben Gott. Voller Vertrauen auf den „lieben Gott“ beginnt Gretchen, ihn mit ihren zahlreichen Streichen herauszufordern. In einer gefährlichen Situation wird sie überraschend von einem dicken Kohlenpferd gerettet. - Kraftvolle Bilder und die Erzählkunst von Hermann Schulz nehmen Leser im Kinder- und Erwachsenenalter mit auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage nach Gott. Ist er wirklich der alles sehende, strafende, engstirnige oder aber der bewahrende, humorvolle Gott? Handelt er vielleicht sogar einmal durch ein dickes Kohlenpferd? Ab 6J.
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen deines Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen
s. Abschnitt in Schindler, a.a.O.: Ein Gespräch im Unterricht „Um Gottes Willen“ und „Gott sei Dank“ S. 37-39
Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen
Bodo Meier-Böhme: Der verlorene Sonntag: sechs Freunde und die Zehn Gebote. – Stuttgart: Calwer, 1999. – ISBN 3-7668-3644-7, kt. : 7,90 Euro
Anja und ihre Freunde machen sich mit detektivischem Spürsinn auf die Suche nach dem verlorenen Sonntag. – Eine spannende Geschichte, in der man nebenbei noch etwas über die biblische Geschichte und die Bedeutung des Sabbats erfährt. Für Kinder ab 8 J.
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
Chen Jianghong: Der Tigerprinz. - Frankfurt am Main: Moritz, 2005. - ISBN 3-89565-168-0, geb. : 16,80 EUR
Jäger haben die Jungen einer Tigerin getötet. Nun überfällt sie voller Hass die Dörfer der Menschen. Eine weise Frau rät dem König, der Tigerin den eigenen Sohn zu schicken, und der König geleitet seinen furchtlosen Sohn in das Reich des Tigers. Das kleine Menschenkind erinnert die Tigerin an die verlorenen Jungen, ihr Hass wandelt sich in Mutterliebe. Die legendenartige Geschichte von Hass, Liebe und Vertrauen vermittelt Achtung vor den Gefühlen einer Mutter. Ab 6J.
Klaus Kordon: Paula Kussmaul tief im Schnee. - Weinheim: Beltz u. Gelberg, 2005. - ISBN 3-407-79899-7, geb. : 9,90 Euro
Paula Kussmauls Freude auf die lang ersehnte Klassenfahrt in den Schnee wird getrübt, als ihre Mutter ihr ihren Arbeitskollegen Erwin Hühnchen vorstellt. Paula spürt sofort, dass es um mehr als einen kollegialen Besuch geht. – Kordon erzählt ruhig und sensibel vom Familienleben, von zwischenmenschlichen Vorgängen und vielschichtigen Gefühlslagen in kindgerechter Sprache. Dabei wird deutlich, wie schwer es manchmal für ein Kind ist, die Erwachsenen zu verstehen. Ab 9 J.
Astrid Lindgren: Polly hilft der Großmutter. Ill. von Katrin Engelking. – Hamburg: Oetinger, 2000. –
ISBN 3-7891-1147-3, geb. : 10,80 Euro
Als die Großmutter sich eine Woche vor Weihnachten am Bein verletzt, springt Polly bei allen anfallenden Arbeiten ein: Sie putzt das Haus, sie verkauft Großmutters Bonbons am Marktstand und holt ihr eigenes Weihnachtsgeschenk aus dem Laden und trägt es nach Hause. So verleben Polly und Großmutter doch noch ein schönes Weihnachtsfest. - Eine heiter-heile Geschichte vom Miteinander der Generationen. Ab 6J. zum Selberlesen.
Manfred Mai: Mama hat heut frei. Ill. von Karin Schliehe und Bernhard Mark. - Ravensburg: Ravensburger Buchverl., 2005. - ISBN 3-473-36065-1, geb. : 6,50 EUR
Papa will Mama zeigen, wie man den Haushalt besser organisiert. – Die witzig-humorvolle und doch nachdenklich stimmende Geschichte über die Rollen- und Aufgabenverteilung in Familien bietet neben Lesespaß viele kleine Denkanstöße, die den kleinen Leser erkennen (und würdigen) lassen, was Mütter mit Haushalt, Familie und Kindererziehung alles zu tun haben. – Für Erstleser ab 6 J.
Lilli Messina: Opa ist … Opa! – Bad Soden: Kinderbuchverlag Wollf, 2006. – ISBN 3-938766-05-0, geb. : 12,90 EUR
Ein kleiner Knirps beobachtet seinen alten Opa. Der ist komisch, hat wenig Haare und Zähne, muss auch manchmal gefüttert werden, hat auch einen „Roller“, macht auch manchmal Unsinn. Ob der ein Baby ist? Aber nein – gemeinsam mit Opa und einer sehr tatkräftig-rundlichen Mutter sitzt der Kleine auf dem Sofa und betrachtet das Fotoalbum, das Opa als jungen Mann, Bräutigam und Familienvater zeigt. Ein berührendes Bild einer Mehrgenerationenfamilie, in der die Mutter ihrem kleinen Sohn Liebe und Achtung für den alten Vater vermittelt. Die sperrigen, auf den ersten Blick vielleicht irritierenden Illustrationen entwickeln beim längeren Betrachten eine große Kraft. Ab 5J.
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten
Armin Greder: Die Insel : eine tägliche Geschichte. - Aarau: Sauerländer, 2002. - ISBN 3-7941-4930-0, geb. : 15,80 Euro
Mit einem Floß ist ein Mann an die Insel getrieben. Verunsicherung und eskalierende Angst vor dem Fremden führen dazu, dass die Inselbewohner ihn wieder ins Meer zurückstoßen. - Ein Buch zum Denk- und Gesprächsanlass für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Maritgen Matter: Ein Schaf fürs Leben. Ill. von Anke Faust. - Hamburg: Oetinger, 2003. - ISBN 3-7891-4239-5, geb. : 9,90 Euro
Eine Geschichte von Freunden, die nicht füreinander bestimmt sind. - Gegen seine Natur bringt der Wolf es nicht übers Herz das Schaf zu fressen. Ein wunderschönes Buch mit einer doppelbödigen Geschichte voller Witz, Heiterkeit und Wärme für alle Altersgruppen zum Vorlesen, zum Selberlesen ab 8 J.
Hermann Schulz: Sein erster Fisch. Ill. von Wiebke Oeser. - Wuppertal: Hammer, 2000. - ISBN 3-87294-852-0, kt. : 13,90 Euro
Es ist ein bekanntes, aber gerne verdrängtes Problem: Fisch, Geflügel und Schnitzel essen viele Leute mit Genuss. Wer denkt schon daran, dass, ehe die Köstlichkeiten so appetitlich auf dem Teller liegen, ein Akt des Tötens vorausgegangen ist. Ab 5 J.
Anais Vaudelade: Steinsuppe. - Frankfurt am Main: Moritz-Verl., 2000. - ISBN 3-89565-115-X . geb. : 14,80 Euro
Ein alter hungriger Wolf klopft bei einer Henne, wird angstvoll eingelassen und verlangt nach einem Kessel, um eine „Steinsuppe“ zu kochen. Neugierig kommen verschiedene Tiere dazu, und jedes Tier bringt irgendwas, was noch in die Suppe hinein soll. – Das schön gestaltete Bilderbuch mit der doppelbödigen Geschichte ist eine ansprechende Einladung zum Gespräch. Ab 6 J.
Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen
Margaret Wild: Fuchs. Hamburg: Carlsen, 2003. – ISBN 3-551-51597-2, geb. : 16,50 EUR
Eine Elster erliegt wieder besseres Wissen den Einflüsterungen des Fuchses und verlässt ihren fürsorglichen Freund, den Hund. Eine stimmungsvoll in Farbe gesetzte Fabel von Freundschaft, Verführungskunst und Untreue. Für Kinder mit erwachsenen Vorlesern.
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen
Steig, William: Der wahre Dieb. München: dtv junior, 2000. – ISBN 3-423-70603, kt. : 5,50 EUR
Die Schätze des Bärenkönigs Basilius werden geraubt. Obwohl keinerlei Beweise vorliegen, wird die Gans Gawain, die den Schatz bewacht hat, des Diebstahls verdächtigt. Beschämt über seine Habgier gibt der wahre Dieb schließlich seine Untaten zu. In Text und Bild treffendes Buch für Kinder ab 6 J.
Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten
Madonna: Mister Peabodys Äpfel. Ill. von Loren Long. - München: Hanser, 2004. - ISBN 3-446-20423-7, geb. : 12,90 EUR
Eine alte rabbinische Geschichte um den Schaden, den Worte und falscher Verdacht anrichten können, wird in die amerikanische Welt von Baseball spielenden Kindern übertragen. Ab 7J.
Jutta Richter: Der Tag, als ich lernte die Spinnen zu zähmen. - München: Hanser, 2000. - ISBN 3-446-19896-2, geb. : 9,90 Euro
Erinnerungen an eine Kinderfreundschaft, die durch soziale Vorbehalte und Diskriminierung zerstört wird. - Es eignet sich hervorragend für die Kinder- und Jugendarbeit in Kirche und Schule. Ab 11 J.
Das neunte und zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
Kirsten Boie: Nicht Chicago. Nicht hier. - Hamburg : Oetinger, 1999. -
ISBN 3-7891-3131-8, geb. : 9,50 Euro
Niklas aus der 7. Klasse wird von Mitschülern drangsaliert. Eltern, Lehrer und Polizei können den Gewalttätern nicht beikommen. - Das Buch ist ein seltener Glücksfall: Inhalt, Sprache, literarische Form und Aussage bilden ein dichtes ineinander greifendes Geflecht. Kein Leser kann das Thema Gewalt nach der Lektüre abhaken. Das Buch fordert Jugendliche und Erwachsene zur Diskussion vehement heraus. Ab 12 J.
Wolfgang Hänel: Das verschwundene Handy. Würzburg: Ed. Bücherbär, 2005. – ISBN 3-401-08735-5, geb. : 7,50 EUR
Moritz, der größte Angeber in der Klasse, protzt mit seinem neuen Handy. Doch dann ist das Handy plötzlich verschwunden… Charlotte, der das Handy fast ohne ihr Zutun in die Tasche gerutscht ist, entscheidet sich in einem glaubwürdig und altersgerecht geschilderten Gewissenskonflikt für das Richtige: Sie bringt das Handy – begleitet von ihrer Freundin Klara – zurück. Eine gelungene Schulgeschichte. Ab 8/9J.
Nele Moost: Alles meins! Oder 10 Tricks wie man alles kriegen kann. Ill. von Annett Rudolph. - Esslingen: Esslinger, 1996. – ISBN 3-480-20040-0, kt. : 12,90 Euro
Der kleine Rabe ist ein Schlaumeier, denn er kennt sie nicht nur, sondern wendet sie an: zehn Tricks der übelsten Sorte, um zu Sachen zu kommen, die er selbst nicht hat, aber gern hätte und um die er andere beneidet. Dies gelingt durch Lob, Tauschen, Teilen, Kaputtmachen, Miesmachen, aber auch Drohen, Betteln und Jammern, bis eines Tages die anderen Tiere nicht mehr mit ihm spielen. – Zum Vorlesen und zum Besprechen eigener sozialer Einstellungen gut geeignet. Ab 5/6 J.
Zusammengestellt vom Deutschen Verband evangelischer Büchereien.

