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Szenenfoto

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen

Regie: Karola Hattop   Länge: 15 Minuten

SzenenfotoDorothee (14) will um jeden Preis beim Look-alike-Wettbewerb gewinnen. Denn dann geht der von ihr angebetete Henrik (15) mit ihr aus. Das hat er versprochen. Mit viel Mühe stylt sich Dorothee, bis sie so aussieht wie die Popikone Princess G. Ihre kleine Schwester will unbedingt zur Auswahl mitkommen und gibt ihre Kommentare ab. Dorothee tanzt aber aus der Reihe; sie singt nicht einen Song der Popikone, sondern will beim Wettbewerb mit einem eigenen Song antreten, den sie Henrik gewidmet hat. Die Vorauswahljury ist empört über diese Eigenmächtigkeit.

Auf den ersten Blick scheint die Verbindung der Filmgeschichte zum zweiten Gebot eher am Rande zu liegen. Aber nur auf den ersten Blick. Denn die Filmgeschichte erzählt sehr klar vom Missbrauch von Menschen, vom "Einschwören" auf eine bestimmte äußere Hülle (Princess G) vom Aufgeben der eigenen Person,  der sklavischen Übernahme von Songs und der vorgegebenen Form ihrer Darbietung, so als handele es sich um Puppen. Die Auswahl-Jury verlangt unbedingte "Anpassung" und eine Art Gefolgsschwur. Und jetzt wird deutlich, wie viel der Film mit dem Gebot zu tun hat. Unbedingter Gehorsam, auf etwas schwören, den anderen vergöttern.



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