Glaubens-ABC
Heidelberger Katechismus
Der Heidelberger Katechismus entstand 1563 im Auftrag des pfälzischen Kurfürsten Friedrich III., des Frommen. Um den Glauben reformierter Prägung in seinem Kurfürstentum zu festigen und zu fördern, hatte er den Universitätsprofessor Zacharias Ursinus und den Hofprediger Caspar Olevianus mit der Ausarbeitung eines Lehrbuches beauftragt, mit dem das Volk in der christlichen Lehre unterrichtet werden sollte. Die erste Ausgabe umfasste 128 Fragen und Antworten. Mit Blick auf eine deutliche Abgrenzung gegenüber der römisch-katholischen Kirche kamen in der kurze Zeit später folgenden zweiten Ausgabe die jetzige Frage 80 hinzu. In der dritten Ausgabe wurden die nunmehr 129 Fragen und Antworten auf 52 Sonntage verteilt, so dass er bei wöchentlicher Predigt im Laufe eines Jahres behandelt werden konnte. Die Synode von Dordrecht 1618/19 bestätigte den Heidelberger Katechismus als Bekenntnisschrift. Seither hat er in den reformierten Kirchen in aller Welt einen festen Platz.
