Glaubens-ABC
Hoffnung
Was gibt mir Kraft zum Leben? Hat mein Leben einen Sinn? Kommt nach dem Tod noch etwas? Was wird, wenn die Sonne einmal ausgeglüht ist? Allem Leben ist ein Ende gesetzt, nichts scheint auf ewig Bestand zu haben. Die letzte Grenze lässt sich allein durch die Hoffnung durchbrechen. Der Blick darüber hinaus bleibt gleichwohl in einem Schleier hängen. Die Hoffnung wie der Glaube vermitteln eine Ahnung davon, dass noch etwas kommt. Aus eigener Kraft kann der Mensch weder Glaube noch Hoffnung hervorbringen - beide sind Geschenk, Gabe Gottes. Hoffen - wortgeschichtlich möglicherweise mit „hüpfen“ verwandt - öffnet den Raum zwischen dem, was ist, und dem, was sein kann. Wenn Christen von Hoffnung sprechen, dann setzen sie all ihr Vertrauen und ihre Zuversicht auf Gott. Wer hofft, hat ein erstrebenswertes Noch-Nicht vor Augen, sieht ein Darüber hinaus. Man könnte es auch so formulieren: Die Zukunft hat schon begonnen, sie reicht in die Gegenwart hinein. Damit ist unsere Hoffnung geweckt. In der Bibel hofft Jesaja auf einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ (65,17), wo Gerechtigkeit herrscht (2. Petrus 2,13) und Gott „alles neu macht“ (Offenbarung 21,5).
